Sie stehen vor der Stadtkirche St. Petri, die hier Petrikirche heißt. Sie steht auf dem höchsten Punkt der Freiberger Innenstadt, etwas westlich des Obermarkts. Errichtet wurde sie etwa um 1200 in der Oberstadt als spätromanische Basilika und war anfangs die Hauptkirche der Stadt. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1215, andere Quellen etwa um 1200. Schauen Sie hinauf zum Turm. Er ist 71 Meter hoch, gemessen bis zur Windrose, und eine weithin sichtbare Landmarke. Vom Grundsims bis zum oberen Abschluss der Turmbekrönung misst er 74,10 Meter. Er ist das höchste Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche hat drei sehr unterschiedliche Türme. Der Hauptturm, der Petriturm, bekam 1730/31 seine Haube. Den Hahnenturm errichtete der Ratszimmermeister J. G. Ohndorf 1749. Der dritte heißt Fauler Turm und entstand als letzter. In den Petriturm zog bis ins 20. Jahrhundert eine Türmerfamilie. Am 1. Juli 1905 verließ mit Carl-August Nepp der letzte Freiberger Türmer den Turm. Der Stadt war damit die Feuerwache und der von Hand ausgeführte Stundenschlag nicht mehr nötig. Die drei Petritürme gehörten, anders als der Rest der Kirche, zum Bereich der öffentlichen Gebäude, die Stadt trug also ihren Unterhalt. Erst 1996 verzichtete die Stadt zugunsten der Kirchgemeinde auf ihre Rechte am Turm. Von einem eisernen Austritt, den der Stadtrat 1732 für die Stadtpfeifer beschloss, haben Besucher noch heute den Blick über fast die gesamte Altstadt. Im Inneren sehen Sie die Spuren zweier Umbauten. 1734 wurde die Kirche barock umgebaut, dabei kamen eine Kanzel und ein Taufstein aus Sandstein hinein, aus der Werkstatt von Christian Feige dem Älteren. Ein Jahr später, 1735, wurde eine Orgel von Johann Gottfried Silbermann installiert. Sie wurde zum Reformationstag 1735 eingeweiht und ist die größte zweimanualige Orgel des Freiberger Orgelbaumeisters, mit 32 Registern und 1784 Pfeifen. Mitte der 1970er Jahre wurde die Kirche zu einem Gemeindezentrum umgebaut, das Innere gestaltete der Bildhauer Friedrich Press neu. Die Evangelische Kirche in Deutschland stellte zwischen 1973 und 1975 dafür 258.000 D-Mark bereit, damit über ein Kirchenbauprogramm in der DDR dieselbe Summe in DDR-Mark für Sanierung und Umbau zur Verfügung stand. Seither dienen die Kirchenräume im Wesentlichen als Ausstellungsflächen.
Sie stehen vor der Stadtkirche St. Petri, der Petrikirche, auf dem höchsten Punkt der Freiberger Innenstadt. Sie wurde etwa um 1200 als spätromanische Basilika errichtet und war anfangs die Hauptkirche der Stadt. Ihr Turm ist 71 Meter hoch und das höchste Wahrzeichen der Stadt.
Der Turm der Petrikirche ist das höchste Wahrzeichen von Freiberg: 71 Meter bis zur Windrose. Die Kirche steht auf dem höchsten Punkt der Altstadt. Früher wohnte im Turm eine ganze Familie, die Türmerfamilie. Sie hielt Feuerwache und schlug die Stunden von Hand. Im Jahr 1905 verließ der letzte Türmer den Turm. Die Kirche hat drei Türme. Einer heißt Hahnenturm und einer Fauler Turm. Wie würdest du den Namen des dritten Turms erklären?
Koordinaten: 50.91659, 13.34128 · auf der Karte