Sie stehen vor dem Barockhaus, das hier Café Hartmann heißt. Es steht in der Petersstraße 1a, ist denkmalgeschützt und gehört seit 2019 zur Kernzone des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge. Das Grundstück gehörte ursprünglich zum Oberhof, einem Freihof, dessen Entstehung bis auf die Stadtgründung zurückreichte. Nach wechselnden Besitzverhältnissen baute Jacob Graert 1710 das Haus, das im 18. Jahrhundert das bedeutendste Gebäude der Stadt war. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1725, andere Quellen 1710. Schauen Sie sich die Form an: ein viergeschossiger Barockbau in Ecklage mit einem hohen Mansarddach, auf dem übereinander Dachhechte und Fledermausgaupen sitzen. An der Korngasse gliedern Pilaster mit kräftigen Kapitellen die Obergeschosse des Mittelrisalits. Über den gekuppelten Fenstern des ersten Obergeschosses zur Petersstraße sitzt eine geschwungene Verdachung. 1864 gab es die ersten Ladeneinbauten. 1911 kaufte Kurt Hartmann das Gebäude und gründete im Erdgeschoss ein Café im Wiener Stil. 1925/26 wurde das Café samt Eingangsbereich im damals modernen Stil umgestaltet. Dabei bekam das Haus die expressionistische Innenausstattung im Art déco, die heute noch erhalten ist, und das hervorgehobene Portal des Cafés. Von 2014 bis 2016 wurde das Haus fast komplett saniert, mit neuen Wohneinheiten. Bei Straßenarbeiten fand man alte, hölzerne Wasserleitungen. Bernd Hartmann rettete sie vor der Entsorgung, heute sind sie im Treppenhaus ausgestellt. Das Café ist die älteste Tortenmanufaktur mit Konditorei und Kaffeehaus der Stadt Freiberg und wird als Familienbetrieb in vierter Generation geführt. Berühmtheit erhielt es, als der Inhaber nach der Wende als letzter örtlicher Hersteller den Freiberger Bauerhasen als Marke registrieren ließ, damit die Sage nicht in Vergessenheit gerät. Heute vertreibt das Café diese ungewöhnliche Spezialität.
Sie stehen vor dem Barockhaus in der Petersstraße 1a, das hier Café Hartmann heißt. Jacob Graert baute es 1710, und es war im 18. Jahrhundert das bedeutendste Gebäude der Stadt. 1911 kaufte Kurt Hartmann das Haus und gründete ein Café im Wiener Stil.
In diesem Haus gibt es Kuchen und Torten. Das Café Hartmann ist die älteste Tortenmanufaktur der Stadt. Das Haus ist über 300 Jahre alt, denn Jacob Graert baute es 1710. Es hat ein hohes Dach mit vielen kleinen Dachfenstern. Manche heißen Fledermausgaupen. Im Treppenhaus stehen alte Wasserleitungen aus Holz, die ein Mann bei Straßenarbeiten gerettet hat. Wie viele Dachfenster kannst du zählen?
Koordinaten: 50.916495, 13.342721 · auf der Karte