Sie stehen am Bergarchiv Freiberg. Es hat seinen Platz im Schloss Freudenstein, im Kirchenflügel. Seit 2005 ist es eine Abteilung des Sächsischen Staatsarchivs, genauer gesagt die Abteilung 5. Was liegt hier? Etwa 4500 laufende Meter Schriftgut, darunter rund 65.000 Karten, Pläne und Risse. Je nach Angabe sind es auch 4600 Meter Akten und 106.000 Karten, die Zahlen schwanken. Das Archiv ist zuständig für Unterlagen der Behörden des Berg- und Hüttenwesens und ihrer Rechts- und Funktionsvorgänger sowie der Montanunternehmen bis 1990 auf dem Gebiet des Freistaates Sachsen. Es bewahrt Archivgut zur Montangeschichte Sachsens und Deutschlands seit dem 15. Jahrhundert. Die Geschichte des Archivs ist länger als sein Platz im Schloss. Ein Bergarchiv ist seit 1679 nachweisbar. Anfangs war es das Archiv des Oberbergamtes. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es verschiedenen Behörden angegliedert, und nach 1967 unterstand es als Außenstelle dem Staatsarchiv Dresden. Erster Leiter der Außenstelle war ab 1967 der Bibliothekar Herbert Luksch, ihm folgte 1971 Peter Langhof. Zum 1. Januar 2005 wurde das Bergarchiv mit den Staatsarchiven in Chemnitz, Dresden und Leipzig zum Sächsischen Staatsarchiv zusammengefasst. Bis zum Umzug in das neu restaurierte Schloss im Mai 2008 war das Archiv an zwei getrennten Standorten untergebracht, am Fuchsmühlenweg und in der Kirchgasse. Zur Kirchgasse gehört auch das Haus Nummer 11, das Oberbergamt, das Sie vorhin gesehen haben. Der Einzug ins Schloss war aufwändig. Der Kirchenflügel wurde entkernt, um dort in einem eingestellten skulpturalen Baukörper das Bergarchiv unterzubringen. Das Ergebnis eines europaweiten Wettbewerbs setzte das Büro AFF Architekten aus Berlin und Lausanne um.
Sie stehen am Bergarchiv Freiberg im Schloss Freudenstein. Es ist seit 2005 eine Abteilung des Sächsischen Staatsarchivs. Ein Bergarchiv ist in Freiberg seit 1679 nachweisbar. Hier liegen Unterlagen zum Berg- und Hüttenwesen in Sachsen.
Hier liegen alte Papiere über den Bergbau: Akten, Karten und Pläne. Wenn man alle Akten in einer Reihe aufstellte, wären es rund viereinhalb Kilometer. Dazu kommen weit mehr als sechzigtausend Karten, Pläne und Risse. Es sind Unterlagen von Behörden und Bergbaufirmen aus ganz Sachsen. Das Archiv gibt es schon seit 1679. Seit 2008 ist es im Schloss Freudenstein zu Hause. Was würdest du in so einem Archiv suchen?
Koordinaten: 50.9205, 13.3404 · auf der Karte