Sie stehen vor dem OpernTurm, mit Blick auf die Alte Oper. Er steht im Westend, an der Ecke Bockenheimer Landstraße und Reuterweg. Architekt ist der Frankfurter Professor Christoph Mäckler, Projektentwickler das amerikanische Unternehmen Tishman Speyer, das in Deutschland schon das Sony Center in Berlin und den Frankfurter Messeturm gebaut hatte. Der Turm ist 170 Meter hoch, hat 42 Stockwerke und eine 18 Meter hohe Lobby. Zum Opernplatz hin rundet ein siebengeschossiges Podiumgebäude das Ensemble ab. Durch die einheitliche gelbbeige Steinverkleidung fügt es sich farblich in die Häuser rund um den Opernplatz ein. Nach Angaben des Bauherrn verbraucht der Turm 23 Prozent weniger Energie, als die Energieeinsparverordnung von 2007 verlangt, und er wurde als eines der ersten Bürohäuser Europas mit LEED-Gold zertifiziert. Seine Baugeschichte beginnt mit einem Abriss. Von 1960 bis 2002 stand hier das Zürich-Haus, 68 Meter hoch, denkmalgeschützt, eines der ersten Hochhäuser in Frankfurt. 1998 ließ die Zürich-Versicherung bei Mäckler einen 22 Meter höheren Neubau entwerfen. Er geriet sehr breit und wirkte gedrungen. Daraufhin schlug die Versicherung der Stadt vor, 160 Meter hoch zu bauen und dafür weitere Gebäude auf ihrem Grundstück abzureißen, um den Rothschildpark bis zur Bockenheimer Landstraße zu erweitern. Nach langen politischen Kontroversen und dem persönlichen Einsatz Mäcklers stimmte die Stadt zu. 2002 wurde das Zürich-Haus abgerissen. Dann wollte die Versicherung wegen eigener wirtschaftlicher Probleme nicht bauen und verkaufte die Brache im Juli 2004 an Tishman Speyer. Der erste Spatenstich folgte am 22. Januar 2007, die Grundsteinlegung am 4. September 2007, das Richtfest am 6. Februar 2009. Der Rothschildpark wurde als Ausgleich um 5.500 Quadratmeter vergrößert und im Stil eines englischen Gartens neu gestaltet, mit zwei neuen Zugängen zum Opernplatz. In der Lobby hängt ein Gemälde des New Yorker Künstlers Julian Schnabel: Ahab, 12 Meter hoch und 13 Meter breit, auf gebrauchtem Segeltuch. Es zeigt einen blutbefleckten schwarzen Wal und einen stilisierten weißen Schwan, eine Umkehrung der Fachausdrücke weißer Wal und schwarzer Schwan aus der Finanzwelt. Im November 2009 zog mit dem Warenhaus Manufactum der erste Mieter ein. Hauptmieter ist die UBS Europe SE mit 28.000 Quadratmetern. Ende 2010 wurde der Turm für rund 550 Millionen Euro von einem Joint Venture der Government of Singapore Investment Corporation und einem institutionellen Fonds gekauft. Eine Kuriosität zum Schluss: Der Opernturm hat eine eigene Postleitzahl, 60306. Gegenüber liegt unsere letzte Station, die Alte Oper.
Sie stehen vor dem OpernTurm, gegenüber der Alten Oper, an der Ecke Bockenheimer Landstraße und Reuterweg. Das Hochhaus ist 170 Meter hoch und hat 42 Stockwerke. Der Frankfurter Architekt Christoph Mäckler hat es entworfen. Im Februar 2009 war Richtfest.
Das Hochhaus vor dir heißt OpernTurm und steht gegenüber der Alten Oper. Es ist 170 Meter hoch. Früher stand hier ein anderes Hochhaus, das nur 68 Meter hoch war. Es wurde abgerissen, und der Park daneben wurde größer gemacht. Drinnen hängt ein riesiges Bild von einem schwarzen Wal und einem weißen Schwan. Der Turm hat sogar eine eigene Postleitzahl. Kennst du deine?
Koordinaten: 50.115833, 8.67 · auf der Karte