Stadtohr

Stadtrundgang Frankfurt am Main · Station 14 von 16

Deutsche-Bank-Hochhaus

1984 · hochhaus, bank, zwillingstürme, sanierung

Ausführlich

Sie stehen vor dem Deutsche-Bank-Hochhaus. Zwei Türme, je 155 Meter hoch. Man nennt sie Soll und Haben, auch Zwillingstürme oder Deutsche Bank I und II. Wegen ihrer Medienpräsenz gehören sie zu den bekanntesten Gebäuden Deutschlands. In Printmedien und im Fernsehen sind sie zur Kulisse und zum Symbol der deutschen Wirtschaft geworden. Dazu trug die Doppelturmkonfiguration bei, aber auch die Rolle der Deutschen Bank als Herzstück der Deutschland AG, der engen Verflechtung deutscher Großkonzerne. Der Vergleich mit den Twin Towers des World Trade Center in New York setzte sich in der Öffentlichkeit dagegen nicht durch. Gebaut wurde von 1979 bis 1984, nach Entwürfen von Walter Hanig, Heinz Scheid und Johannes Schmidt, im Auftrag von Josef Buchmann. Eigentlich sollte hier ein Hotel der amerikanischen Kette Hyatt entstehen. Als die Deutsche Bank die Türme übernahm, waren sie schon im Bau. Schauen Sie auf die Anlage: ein viergeschossiger Sockelbau und die Doppeltürme, alles Stahlbeton mit vorgesetzten verspiegelten Glasfassaden. Die Türme haben denselben unregelmäßigen Grundriss mit vielen 45-Grad-Winkeln und stehen im Abstand von 13 Metern punktsymmetrisch um den Mittelpunkt. Auch der Sockelbau hat zahlreiche 45-Grad-Winkel. Er ist niedriger als die Nachbarbebauung, breitet sich aber auf großer Grundfläche aus. Beide Türme stehen auf einer gemeinsamen Fundamentplatte von 4660 Quadratmetern, in der Mitte vier Meter dick, aus 16.122 Kubikmetern Stahlbeton. Unmittelbar vor dem Haupteingang liegen die Eingänge zum S-Bahnhof Taunusanlage. 2006 wurde bekannt, dass die Türme wegen geänderter Brandschutzvorschriften umgebaut werden müssen. Die Bank ließ sie von 2007 bis 2010 grundlegend renovieren und warb in dieser Zeit mit dem Begriff Greentowers. Für die Innenarchitektur wählte sie einen Entwurf des Mailänder Architekten Mario Bellini. Das Ergebnis: Zertifizierung nach LEED Platin und dem DGNB-Gütesiegel, der Energieverbrauch sank um die Hälfte, der Wasserverbrauch um über 70 Prozent, die CO2-Emissionen um fast 90 Prozent. Der Wiedereinzug verzögerte sich, weil im November 2010 Unbekannte in beiden Türmen jeweils einen Hydranten öffneten und das Gebäude fluteten. Das Wasser floss vom neunten beziehungsweise sechsten Stock bis in die Keller. Als Nächstes folgt ein Turm, der der Alten Oper gegenübersteht: der OpernTurm.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Deutsche-Bank-Hochhaus an der Taunusanlage. Es besteht aus zwei Türmen von je 155 Metern, die man Soll und Haben nennt. Gebaut wurde es von 1979 bis 1984. Von 2007 bis 2010 wurde es grundlegend renoviert.

Für Kinder

Hier stehen zwei Türme nebeneinander. Jeder ist 155 Meter hoch. Die Leute nennen sie Soll und Haben. Hier war die Konzernzentrale der Deutschen Bank. Eigentlich sollte an dieser Stelle ein Hotel entstehen, aber die Bank übernahm die Türme, als sie schon im Bau waren. Als die Türme umgebaut wurden, öffnete jemand in jedem Turm einen Hydranten, und das Gebäude wurde überflutet. Das Wasser floss bis in die Keller. Hast du schon einmal einen Hydranten gesehen?

Quellen

Koordinaten: 50.113611111, 8.668055555 · auf der Karte

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