Sie stehen vor der Katharinenkirche, der evangelischen Hauptkirche Frankfurts, mitten im Zentrum an der Hauptwache. Ihre Geschichte beginnt 1343. Der Patrizier Wicker Frosch bekam damals ein Grundstück, um ein Spital für Kranke und arme Leute zu errichten. 1354 kam daneben ein Kloster für adelige Jungfrauen dazu, zu Ehren der Heiligen Katharina. Hier hielt am 9. März 1522 der Luther-Schüler Hartmann Ibach auf Einladung des Ratsherrn Hamman von Holzhausen die erste evangelische Predigt in Frankfurt. 1526 verließen die letzten Nonnen das Kloster. Ab 1533, nachdem die Stadt lutherisch geworden war, nutzte die evangelische Gemeinde die Kirche. Nach dem letzten Gottesdienst am 21. Januar 1678 begann der Abbruch. Der Stadtbaumeister Melchior Heßler baute in nur drei Jahren einen repräsentativen Neubau. Er kostete etwa 31.500 Gulden, ungefähr das Hundertfache des Jahresgehalts eines höheren Beamten. Am 20. Februar 1681 wurde er eingeweiht, der erste Kirchenneubau in Frankfurt seit der Reformation. Schauen Sie auf die Längsseite. Weil die Kirche an der mittelalterlichen Staufenmauer stand, konnte sie keine Westfassade bekommen, wie es üblich gewesen wäre. Heßler machte deshalb die Nordseite zur Hauptfront. Zwei Stilepochen stehen hier nebeneinander: Die Portale und die welsche Haube des Turmes sind barock, das Maßwerk der Fenster und die Strebepfeiler führen die Gotik fort. Der Turm ist 54 Meter hoch. Bis zum Bau des Rathausturms Langer Franz Anfang des 20. Jahrhunderts war er nach dem Domturm das zweithöchste Bauwerk der Innenstadt. Innen war die Kirche prächtig: Eine doppelgeschossige Empore trug 41 Bilder mit Szenen aus der Bibel auf der unteren und 42 auf der oberen Ebene. Am 22. März 1944 brannte alles aus, gerettet waren der ausgelagerte Bilderzyklus und einige Epitaphien. Um 21.43 Uhr blieben die Zeiger der Turmuhr stehen, dem Zeitpunkt des Angriffs. Zehn Jahre lang zeigten sie diese Zeit. Von 1950 bis 1954 bauten die Architekten Theo Kellner und Wilhelm Massing die Kirche wieder auf. Außen sieht sie fast wieder aus wie früher. Innen ist sie schlicht: weiße Wände, eine einstöckige Empore im Westen. Den Schmuck bilden 17 Glasfenster des Künstlers Charles Crodel. Die Katharinenkirche war übrigens Vorbild für mindestens zwei Kirchen: die Dreifaltigkeitskirchen in Speyer und in Worms. Als Nächstes folgt die Paulskirche, ein Erinnerungsort der deutschen Demokratie.
Sie stehen vor der Katharinenkirche, der evangelischen Hauptkirche Frankfurts, gleich an der Hauptwache. Der barocke Bau entstand von 1678 bis 1681. 1944 brannte er aus und wurde bis 1954 wiederaufgebaut. Sein Turm ist 54 Meter hoch.
An dieser Stelle standen früher ein Spital und ein Kloster. Die Kirche, die du siehst, entstand von 1678 bis 1681. Gebaut wurde sie in nur drei Jahren. Im Jahr 1944 fielen Bomben, und die Kirche brannte aus. Die Uhr am Turm blieb um 21.43 Uhr stehen. Zehn Jahre lang zeigte sie immer dieselbe Zeit. Dann war die Kirche wiederaufgebaut, im Jahr 1954. Heute hat sie 17 Glasfenster. Kannst du dir vorstellen, zehn Jahre lang immer dieselbe Uhrzeit zu sehen?
Koordinaten: 50.1132, 8.679503 · auf der Karte