Vor Ihnen steht der Eurotower, Kaiserstraße 29, am Willy-Brandt-Platz. 148 Meter hoch, 40 Geschosse, ein ganzer Straßenblock. Die anderen Straßen ringsum sind die Kaiserstraße, die von Hochhäusern gesäumte Neue Mainzer Straße und die Gallusanlage, ein Teil der Wallanlagen. Entworfen haben das Haus Richard Heil und Johannes Krahn, gebaut hat es die Neue Heimat, bezogen wurde es 1977. Nutzer war die damals gewerkschaftseigene Bank für Gemeinwirtschaft, kurz BfG, und das Haus hieß lange BfG-Hochhaus. Nun eine Sache, die man diesem Gebäude heute nicht ansieht. Das BfG-Hochhaus war das erste Hochhaus in Frankfurt, das zumindest in den Sockelgeschossen für die Öffentlichkeit zugänglich war. In den unteren drei Stockwerken lag bis in die 1990er Jahre ein Einkaufszentrum, mit direktem Zugang zum U-Bahnhof. Ein Bankenhochhaus, in das man zum Einkaufen ging. Dann zog die BfG in ein neues Hochhaus, und 1995 und 1996 wurde das Haus für die Europäische Zentralbank umgebaut. Die wenig rentablen Ladenflächen wurden auf einige Lokale zur Straße hin und einen Durchgang zur U-Bahn reduziert, später nutzte die Zentralbank auch diese Flächen. Seitdem umfasst das Haus 46.600 Quadratmeter Nutzfläche. Zwei Einzelheiten aus dieser Zeit, die gut nebeneinander stehen: Im Untergeschoss war bis 2013 ein Nachtclub, und im Erdgeschoss gab es bis 2014 ein Informationsbüro der Zentralbank, in dem man Euro-die Quelle zu Fan kaufen konnte. Von 1998 bis 2014 war dieses Haus der Sitz der Europäischen Zentralbank. In diesen Jahren wurde hier über den Euro entschieden, über Zinsen, über das Geld eines ganzen Kontinents. Dann reichte der Platz nicht mehr. Im November 2014 zog die Zentrale in den Neubau an der Großmarkthalle im Ostend. Nach einer Renovierung war das Haus von Ende 2015 bis Ende 2025 Sitz des einheitlichen Bankenaufsichtsmechanismus der Zentralbank. Und nun die Besitzerreihe, denn sie erzählt etwas über diese Stadt. Von 1994 bis 2007 gehörte der Turm einem offenen Immobilienfonds, einer Tochter der Dresdner Bank. Danach wurde er für 430 Millionen Euro an eine New Yorker Holding verkauft. Ende 2018 erwarb ihn eine taiwanische Versicherung für 530 Millionen Euro. Hundert Millionen Euro Unterschied in elf Jahren, und das Haus hat sich nicht bewegt. Gehen wir nun in die Taunusanlage zurück, ins Bankenviertel. Zwei Häuser noch.
Vor Ihnen steht der Eurotower, 148 Meter hoch, 40 Geschosse. Bezogen wurde er 1977, zuerst von der Bank für Gemeinwirtschaft. Von 1998 bis 2014 war er Sitz der Europäischen Zentralbank. Danach zog die Zentrale in einen Neubau im Ostend.
Dieses Hochhaus heißt Eurotower. Es ist 148 Meter hoch und hat 40 Stockwerke. Hier arbeitete von 1998 bis 2014 die Europäische Zentralbank. Das ist die Bank, die darüber entscheidet, wie es dem Euro geht, also dem Geld, mit dem du im Laden bezahlst. Früher, als hier noch eine andere Bank war, gab es in den unteren drei Stockwerken Läden zum Einkaufen. Das war damals ungewöhnlich: In die großen Bankhochhäuser durfte sonst niemand hinein.
Koordinaten: 50.109722222, 8.674166666 · auf der Karte