Stadtohr

Stadtrundgang Frankfurt (Oder) · Station 14 von 16

Stadttheater Frankfurt (Oder)

· theater, schinkel, zerstört

Ausführlich

Diese Station gehört einem Theater, das es nicht mehr gibt: dem Stadttheater am Wilhelmsplatz 22, dem heutigen Zehmeplatz in der Gubener Vorstadt. Die Gubener Vorstadt gehört heute zum Zentrum der Stadt. Hussiten brannten sie 1432 ab, und 1631 steckten kaiserliche Truppen sie in Brand. Das Stadttheater bestand von 1842 bis 1945. 1839 schuf Karl Friedrich Schinkel, den Sie von der Marienkirche kennen, im Auftrag der Stadtverwaltung Entwürfe für ein neues Theater. 1842 wurde der Bau unter der Leitung von Stadtbaurat Emil Flaminius fertig, Schinkels Schüler, der auch die Marienkirche instand gesetzt hatte. Flaminius nahm einige kleinere Änderungen an den Plänen vor. Das Haus hatte anfangs 800 Plätze. Am 1. November 1842 wurde es feierlich eingeweiht, mit der Operette Zar und Zimmermann von Albert Lortzing. 1861 gab es kleinere Umbauten und eine Erweiterung des Magazins. Gespielt wurden vor allem Opern, Operetten und Schauspiele. Die Schauspieler wechselten meist jede Saison, wie es damals an deutschsprachigen Bühnen üblich war. Direktor war von 1887 bis 1898 Hermann Temmel. 1910 und 1911 wird Fritz Pook als Direktor erwähnt, Oberregisseur war Sigmund Haag. In dieser Saison traten mehr als dreißig Schauspielerinnen und Schauspieler auf, darunter Max Gaede, Anni Gaede-Volkmann, Anni Kübler und Armand Henrion. Die bekannteste Schauspielerin am Haus war im 19. Jahrhundert Ellen Franz, die in der Saison 1861/62 hier auftrat. In der Saison 1922 wirkten Gäste mit, die sonst in Berlin engagiert waren: Paul Wegener, Ernst Deutsch, Theodor Becker, Ferdinand Gregori, Else Heims und Maria Fein. Am damaligen Wilhelmsplatz begann 1899 auch der Neubau der Hauptpost, die Sie eben gesehen haben. 1945 wurde das Theatergebäude zerstört. Ab 1946 spielte das Stadttheater in einem anderen Gebäude, aus dem sich das Kleist-Theater entwickelte.

Kurzfassung

Diese Station gehört einem Theater, das es nicht mehr gibt: dem Stadttheater am Wilhelmsplatz 22, dem heutigen Zehmeplatz. Es bestand von 1842 bis 1945 und hatte anfangs 800 Plätze. Die Entwürfe stammten von Karl Friedrich Schinkel.

Für Kinder

Hier ist ein Theater zu besuchen, das es nicht mehr gibt: das Stadttheater. Es wurde 1842 eröffnet und hatte 800 Plätze. Karl Friedrich Schinkel hatte Entwürfe dafür gezeichnet. Bei der Eröffnung am 1. November 1842 spielte man die Operette Zar und Zimmermann. Später gab es Opern, weitere Operetten und Schauspiele. 1945 wurde das Gebäude zerstört. Danach spielte man in einem anderen Haus weiter, und daraus wurde das Kleist-Theater. Was würdest du gern auf einer Bühne spielen?

Quellen

Koordinaten: 52.34216, 14.54798 · auf der Karte

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