Stadtohr

Stadtrundgang Frankfurt (Oder) · Station 13 von 16

Hauptpost Frankfurt

· post, neogotik, kaiserzeit, backstein

Ausführlich

Sie stehen vor der ehemaligen Kaiserlichen Oberpostdirektion, einem Gebäude-Ensemble in der Altstadt, gebaut von 1899 bis 1902. Ursprünglich beherbergte es Hauptpostamt, Paketpostamt, Telegraphenamt, Telegraphenzeugamt und Oberpostkasse. Die Post in Frankfurt hat eine lange Vorgeschichte. Seit 1661 gab es eine Posteinrichtung in der Stadt, mit dem Postkurs Berlin–Breslau. Seit 1821 saß die Post im Kommandantenhaus in der Oderstraße. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Platz knapp, und die Oberpostdirektion, die drittgrößte im Reich, brauchte dringend einen Neubau. Am 30. März 1897 unterzeichnete Generalpostmeister Heinrich Stephan die Genehmigung zum Ankauf der Grundstücke. Gebaut wurde am damaligen Wilhelmsplatz. Die Pläne stammten von Ernst Hake, ausgearbeitet und umgesetzt hat sie der Architekt Freiherr von Rechenberg. Das Gebäude besteht aus zwei großen Baukörpern, zwischen denen der Posthof liegt. Im Hauptgebäude an Linden- und Logenstraße waren Brief- und Geldverkehr, Telegraphen- und Fernsprechamt, die Oberpostdirektion und Dienstwohnungen untergebracht. Schauen Sie auf die Fassaden. Sie sind neogotisch und mit roten Klinkern verblendet, in der Größe mittelalterlicher Backsteine, und mit reichem Maßwerk belebt. Der Sockel und die Einfassungen der Kellerfenster sind aus schlesischem Granit. Die stumpfwinklige Ecke von Logen- und Lindenstraße betont ein Portal mit einer Uhr im Giebel und einem schlanken Dachreiter mit Glocke. An der Lindenstraße liegt der Haupteingang mit einem Doppelportal und einer großen Durchfahrt. Zum Heilig-Geist-Hospital hin sitzt ein Erker, der über zwei Geschosse reicht und ein Dach aus grünglasierten Ziegeln hat. Im Garten des Oberpostdirektors steht die Stephan-Linde, gepflanzt in Erinnerung an Heinrich von Stephan. Der zugehörige Granitfindling mit Widmungsinschrift steht seit 1989 nördlich des Haupteingangs. Das Innere ist weitgehend ursprünglich. Durchfahrt, Schalterhalle und Vorhalle haben Sterngewölbe, und die Schalterhalle ist innen mit einer farbenprächtigen Wandfassung ausgestattet, die an Sakralbauten erinnert. Der Sitzungssaal über dem Haupteingang hat eine geschnitzte Wandtäfelung aus Eichenholz. 1920 hatte die Stadt 1.500 Fernsprechanschlüsse, alle über oberirdische Leitungen mit diesem Gebäude verbunden. 1927 wurde ein Wählamt eingerichtet, die Zahl der Anschlüsse stieg auf 3.000, und man begann, die Leitungen unterirdisch zu verlegen.

Kurzfassung

Sie stehen vor der ehemaligen Kaiserlichen Oberpostdirektion, einem Ensemble aus den Jahren 1899 bis 1902. Ursprünglich beherbergte es Hauptpostamt, Paketpostamt, Telegraphenamt und Oberpostkasse. Der denkmalgeschützte neogotische Klinkerbau zeigt den Anspruch der preußischen Staatsbauten um 1900.

Für Kinder

Hier war früher die Post. Das Gebäude wurde von 1899 bis 1902 gebaut. Es hat rote Klinker, so groß wie die Backsteine aus dem Mittelalter. Oben am Dach hat es einen Abschluss, der an Zinnen erinnert. An der Ecke gibt es einen schlanken Dachreiter mit einer Glocke und eine Uhr im Giebel. Damals war hier nicht nur das Postamt, sondern auch ein Paketamt und ein Telegraphenamt. 1920 gab es in der ganzen Stadt nur 1.500 Telefonanschlüsse. Schau dir die Ecke an. Findest du die Uhr? Und wen rufst du am häufigsten an?

Quellen

Koordinaten: 52.3413, 14.55135 · auf der Karte

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