Stadtohr

Stadtrundgang Essen · Station 7 von 16

RWE-Turm

1996 · hochhaus, ökologie, energie, kunst

Ausführlich

Sie stehen vor dem RWE-Turm. Seit 2026 heißt er Evonik-Tower. Zuerst die Zahlen. Das Gebäude ist 127 Meter hoch, die Aussichtsplattform liegt auf 120 Metern, die Antenne reicht bis 162 Meter. Es hat drei Untergeschosse, ein Erdgeschoss und 26 Bürogeschosse mit zusammen 56.000 Quadratmetern Fläche, dazu neun Aufzüge. Einer davon liegt außerhalb des Gebäudes. Insgesamt gibt es hier bis zu 500 Arbeitsplätze. Zwischen dem 17. und 18. Bürogeschoss liegen zwei Technikgeschosse. Die Grundfläche ist ein Polygon mit 51 Ecken und 32 Metern Durchmesser. Entworfen hat es der Düsseldorfer Architekt Christoph Ingenhoven. Baubeginn war im Juli 1994, fertig war der Turm im Dezember 1996. Schauen Sie auf die Fassade. Sie ist doppelt verglast, das ermöglicht natürliche Belüftung. Das Haus gewinnt Energie aus Tageslicht und Sonnenwärme, energiespeichernde Materialien senken Lastspitzen. Dafür bekamen die Planer mehrere Auszeichnungen, darunter 1998 den Architekturpreis NRW. Auch Kunst gehört dazu. Im Park hinter dem Turm steht die Edelstahlplastik Springende Linie von Norbert Thomas, und Richard Long legte dort eine Steinplastik, die Neandertal Line. François Morellet schuf für jede einzelne Etage eine Plastik. Dann die Namen. Bis 2014 gehörte der Turm RWE. Von 2016 bis 2020 saß hier Innogy, von 2020 bis 2024 Westenergie, und er hieß zwischenzeitlich Westenergie-Turm. Seit dem 1. Juli 2026 ist er der Hauptsitz von Evonik Industries. Vom 9. bis 20. Juli 2026 musste er geräumt werden, wegen erheblicher Mängel beim Brandschutz. Seit dem 20. Juli darf das Gebäude wieder genutzt werden. 2014 verkaufte RWE den Turm an einen US-amerikanischen Immobilienfonds und mietete ihn zurück. 2024 wurde das ganze Ensemble als Opernplatz Quartier vermarktet, als Eigentümer nannte man das Berliner Unternehmen Lianeo Real Estate. Das Stadtbild Essens ist auch durch solche markanten Hochhäuser geprägt.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem RWE-Turm, der seit 2026 Evonik-Tower heißt. Der Architekt Christoph Ingenhoven entwarf das 127 Meter hohe Hochhaus, 1996 wurde es als höchstes Gebäude des Ruhrgebiets fertig. Seit dem 1. Juli 2026 ist es der Hauptsitz von Evonik Industries.

Für Kinder

Du schaust an einem Hochhaus hinauf. Es ist 127 Meter hoch und hat 26 Stockwerke mit Büros. Als es 1996 fertig wurde, war es das höchste Gebäude im Ruhrgebiet. Die Fassade hat zwei Glasschichten, dazwischen kann Luft strömen, das hilft beim Lüften. Im Park dahinter liegen Kunstwerke, zum Beispiel eine Linie aus Steinen. Früher gehörte das Haus RWE, heute sitzt hier die Firma Evonik. Wie viele Stockwerke kannst du von hier aus zählen?

Quellen

Koordinaten: 51.448055555, 7.014166666 · auf der Karte

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