Stadtohr

Stadtrundgang Duisburg · Station 3 von 22

Schwanentorbrücke

1950 · brücke, hubbrücke, innenhafen, denkmal

Eine Brücke über ein Hafenbecken. Vier schlanke Türme aus rotbraunem Backstein stehen paarweise zu beiden Seiten der Fahrbahn, ihre Sockel sind aus hellem Beton. Zwischen den Türmen liegt eine flache Brückenplatte. Links dahinter steht ein langes, mehrgeschossiges Backsteinhaus mit Fensterreihen. Rechts führt ein Holzsteg mit Metallgeländer am Wasser entlang.
Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Eine Brücke über ein Hafenbecken. Vier schlanke Türme aus rotbraunem Backstein stehen paarweise zu beiden Seiten der Fahrbahn, ihre Sockel sind aus hellem Beton. Zwischen den Türmen liegt eine flache Brückenplatte. Links dahinter steht ein langes, mehrgeschossiges Backsteinhaus mit Fensterreihen. Rechts führt ein Holzsteg mit Metallgeländer am Wasser entlang.

Ausführlich

Sie stehen an der Schwanentorbrücke. Sie ist eine von drei Hubbrücken in Duisburg und überquert den Innenhafen. Über sie fahren Autos und die Straßenbahn, es gehen Fußgänger und fahren Radfahrer. Schauen Sie auf die vier Türme aus Ziegeln. Sie haben paarweise angeordnete Fensterschlitze, ein verglastes Obergeschoss und oben jeweils Gaslaternen. In den Türmen befinden sich Seile und Gegengewichte. Zwischen den Türmen liegt die Plattform der Brücke, und wenn es nötig ist, wird sie etwa zehn Meter hochgehoben. Ohne Hebung beträgt die Durchfahrtshöhe bei mittlerem Normalwasserstand 5,50 Meter. In einem der Türme sitzt ein Wärterhäuschen; von dort aus wird auch die Buckelbrücke gesteuert. Die Geschichte dieses Übergangs beginnt im Mittelalter. Hier lag das Schwanentor, ein Teil der Stadtbefestigung, an einem Rheinarm. Der Rhein hatte sich seit dem Jahr 1000 von der Stadt abgewandt, im 13. und 14. Jahrhundert verlandete dieser tote Arm zunehmend. Als der Bau des Ruhr-Kanals die Verbindung zum Rhein wiederbelebte, wurde 1841 zunächst eine hölzerne Zugbrücke errichtet, mehrfach erneuert und ausgebaut. Nach dem Ausbau des Innenhafens folgte 1904 eine elektrisch betriebene Klappbrücke. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstörte sie ein Bombenangriff. Die heutige Hubbrücke entwarf der Architekt Hans-Siegfried Persch, 1950 wurde sie angelegt, Bauherr war die Stadt. Die Spannweite beträgt 18 Meter, die Fahrbahn ist 22 Meter breit, die Türme sind 20 Meter hoch. Seit dem 8. Dezember 1986 steht die Brücke unter Denkmalschutz. Von 2018 bis 2024 wurden die Türme saniert: Das Mauerwerk wurde entfernt, die Stahlkonstruktion im Inneren instand gesetzt, das Mauerwerk wiederhergestellt. Dabei zeigte sich, dass am Schrammbord die Nietköpfe weggerostet sind. Die Fahrspuren wurden verringert, es gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Kilometern pro Stunde. Die vollständige Sanierung soll 2031 abgeschlossen sein. Südlich der Brücke, am Calais-Platz, legen die Rundfahrtschiffe am Steiger Schwanentor an. Nördlich liegt der ehemalige Speicher, der heute zum Landesarchiv gehört, das wir vorhin besucht haben.

Kurzfassung

Sie stehen an der Schwanentorbrücke, einer Hubbrücke über den Innenhafen. Die Fahrbahn zwischen den vier Ziegeltürmen wird bei Bedarf rund zehn Meter angehoben. Die heutige Brücke entstand 1950 nach Plänen von Hans-Siegfried Persch und steht seit 1986 unter Denkmalschutz.

Für Kinder

Du stehst an einer Brücke, die sich hebt. Zwischen den vier Türmen liegt die Fahrbahn. Wenn ein Schiff durch muss, wird sie etwa zehn Meter hochgezogen, mit Seilen und Gegengewichten, die in den Türmen stecken. Über die Brücke fahren Autos und die Straßenbahn. Früher stand hier ein Stadttor, das Schwanentor, danach kam eine hölzerne Zugbrücke. Die heutige Brücke ist von 1950. Siehst du die schmalen Fensterschlitze in den Türmen? Immer zwei stehen nebeneinander.

Quellen

Koordinaten: 51.436277777, 6.757694444 · auf der Karte

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