Stadtohr

Stadtrundgang Duisburg · Station 4 von 22

Museum Stadt Königsberg

1968 · museum, königsberg, kant, patenschaft

Am gegenüberliegenden Ufer eines Hafenbeckens steht in der Mitte ein hohes Mühlengebäude aus dunkelrotem Backstein mit großen Rundbogenfenstern. Links davor liegt ein langer, niedriger Backsteinbau mit flachem Dach, daneben ein gläserner Anbau. Am Wasser zieht sich eine lange, flache Ufermauer entlang.
Foto: NatiSythen, CC BY-SA 2.5 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Am gegenüberliegenden Ufer eines Hafenbeckens steht in der Mitte ein hohes Mühlengebäude aus dunkelrotem Backstein mit großen Rundbogenfenstern. Links davor liegt ein langer, niedriger Backsteinbau mit flachem Dach, daneben ein gläserner Anbau. Am Wasser zieht sich eine lange, flache Ufermauer entlang.

Ausführlich

Ein Museum, das es nicht mehr gibt. Sie stehen dort, wo das Museum Stadt Königsberg seinen zweiten Standort hatte. Von 1968 bis 2016 bestand es an zwei Orten in Duisburg. Alles geht zurück auf das Jahr 1951: Damals übernahm Duisburg die Patenschaft für die frühere Hauptstadt Ostpreußens. Am 20. Oktober 1968 eröffnete das Museum unter dem Namen Haus Königsberg in der Mülheimer Straße 39, mit dem Bürgermeister August Seeling unter den Gästen. Am 5. Dezember 1992 zog es in das neue Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg um, eine umgebaute Getreidemühle hier im Innenhafen. Das Museum erinnerte an die Kultur und die Stadtgeschichte Königsbergs. Schwerpunkte waren Sammlungen zu Immanuel Kant und Käthe Kollwitz. Das Archiv verfügte über Dichternachlässe und die Prussia-Sammlung der Gesellschaft für Heimatkunde Ost- und Westpreußens. Dazu gehörte eine Bibliothek mit wertvollen Erstausgaben. Der gesamte Bestand wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg in die Stiftung Königsberg im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft überführt. Zum 10. Januar 2016 wurde das Museum geschlossen. Die wichtigsten Stücke gingen als Dauerleihgaben an das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg. Das Kant-Gemälde, das Johannes Heydeck zugeschrieben wird, hing während der Kant-Dekade von 2014 bis 2024 bei der Parlamentarischen Gesellschaft im ehemaligen Reichstagspräsidentenpalais.

Kurzfassung

Sie stehen am Innenhafen, wo das Museum Stadt Königsberg seinen zweiten Standort hatte. Es bestand von 1968 bis 2016 und ging auf Duisburgs Patenschaft für Königsberg zurück. Schwerpunkte waren Sammlungen zu Immanuel Kant und Käthe Kollwitz.

Für Kinder

Hier war einmal ein Museum für eine Stadt, die Königsberg heißt. Sie war die Hauptstadt von Ostpreußen. Duisburg hatte 1951 eine Patenschaft für sie übernommen. Im Museum gab es Sammlungen zu Immanuel Kant und zur Künstlerin Käthe Kollwitz, dazu Bücher und alte Erstausgaben. Seit 2016 ist das Museum geschlossen. Die wichtigsten Stücke gingen als Leihgabe nach Lüneburg. Weißt du, was eine Patenschaft ist?

Quellen

Koordinaten: 51.4369, 6.76114 · auf der Karte

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