Stadtohr

Stadtrundgang Duisburg · Station 9 von 22

Portsmouth Damm

· wasserbau, innenhafen, hochwasserschutz, partnerstadt

Eine lange, gerade Dammkante quert das Hafenbecken: oben eine helle Platte mit Geländer, darunter eine dunkle Wand, vor der in Abständen rostbraune Stahlpfosten stehen. Rechts führen Steinstufen am geneigten Ufer hinab, daneben verläuft ein Weg mit Geländer. Dahinter stehen mehrgeschossige Bürobauten, einer aus rotem Backstein.
Foto: NatiSythen, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Eine lange, gerade Dammkante quert das Hafenbecken: oben eine helle Platte mit Geländer, darunter eine dunkle Wand, vor der in Abständen rostbraune Stahlpfosten stehen. Rechts führen Steinstufen am geneigten Ufer hinab, daneben verläuft ein Weg mit Geländer. Dahinter stehen mehrgeschossige Bürobauten, einer aus rotem Backstein.

Ausführlich

Sie stehen auf dem Portsmouth Damm. Über ihn führt eine zweispurige Fahrbahn, mit Rad- und Gehwegen auf beiden Seiten. Er verbindet den Philosophenweg im Süden mit der Schifferstraße nördlich des Hafenbeckens und liegt an der Stelle einer früheren Fährverbindung. Er ist die einzige Autoverbindung über den hinteren Innenhafen. Weiter westlich quert noch die Buckelbrücke, eine Fußgängerbrücke, das Becken. Und was tut der Damm? Er ist ein Spundwandfangedamm von fast hundert Metern Länge. Er trennt das östliche Hafenbecken vom Westteil. Im Osten entstand so ein 48.000 Quadratmeter großes Gewässer mit gleichmäßigem Wasserstand. Der Westteil dagegen hängt vom Pegel ab und kann bis zu 7,50 Meter niedriger stehen; er ist über die Schwanentorbrücke mit dem Rhein verbunden. Der Boden des abgeschlossenen Sees wurde fünf Meter hoch angehoben und versiegelt. Der Wasserstand wird mit einem Wasserbewirtschaftungssystem gehalten, das in den Grachten Niederschlagswasser sammelt oder Grundwasser hochpumpt. Zwischen den beiden Spundwänden liegt ein Stauraumkanal mit sieben Komma fünf Metern Querschnitt, in dem die Versorgungsleitungen für die Neubauten auf der Nordseite verlaufen. Die Fahrbahn liegt zehn Meter über dem Niveau des Holzhafens. Zum Schutz vor Schiffsanprall ist die Seite zum Holzhafen mit einer Dalbenkette versehen. Warum das alles? Das Bauwerk war nötig, um den neu geplanten und den zu renovierenden Bauten sicheren Schutz vor Hochwasser und vor dem sehr hohen Grundwasserspiegel in der Ruhrmündung zu geben. Die Infrastruktur für den Masterplan von Sir Norman Foster wurde ab 1996 mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union finanziert, der Damm war 1999 fertig und kostete 2,6 Millionen Euro. Den Namen hat er von Portsmouth, Duisburgs südenglischer Partnerstadt. Am 22. April 2008 stürzte ein Kran auf den Damm und fing Feuer, eine Gasflasche explodierte. Ein Löschboot der Hafenfeuerwehr konnte den Brand löschen.

Kurzfassung

Sie stehen auf dem Portsmouth Damm im Innenhafen. Der fast hundert Meter lange Damm trennt das östliche Hafenbecken wasserdicht vom Westteil und hält dort den Wasserstand gleichmäßig. 1999 war er fertig. Er trägt den Namen von Duisburgs südenglischer Partnerstadt.

Für Kinder

Du stehst auf einem Damm, der Wasser teilt. Auf der einen Seite steigt und sinkt das Wasser mit dem Pegel, auf der anderen Seite bleibt es immer gleich hoch. Dafür sorgt der Damm. Er ist fast hundert Meter lang und trennt zwei Teile des Hafens dicht voneinander. Den Namen hat er von Portsmouth, einer Stadt in Südengland. Sie ist Duisburgs Partnerstadt. Über den Damm fahren Autos, und es gibt Wege für Fußgänger und Radfahrer. Was meinst du: Warum will man, dass das Wasser auf einer Seite gleich hoch bleibt?

Quellen

Koordinaten: 51.4407, 6.76805 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.