Stadtohr

Stadtrundgang Duisburg · Station 8 von 22

Innenhafen Duisburg

· hafen, strukturwandel, speicher, industriekultur

Ein langes, breites Hafenbecken. Am linken Ufer zieht sich eine Promenade mit modernen Bauten aus Glas und hellem Stein entlang. Am Ende des Beckens stehen Speicher aus rotem Backstein, einer mit einem hohen, schlanken Schornstein. Dahinter überspannt eine flache Brücke das Wasser. Rechts säumt ein niedriger, heller Baukörper das Ufer.
Foto: Tuxyso, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein langes, breites Hafenbecken. Am linken Ufer zieht sich eine Promenade mit modernen Bauten aus Glas und hellem Stein entlang. Am Ende des Beckens stehen Speicher aus rotem Backstein, einer mit einem hohen, schlanken Schornstein. Dahinter überspannt eine flache Brücke das Wasser. Rechts säumt ein niedriger, heller Baukörper das Ufer.

Ausführlich

Sie stehen am Innenhafen, einem ehemaligen Handelshafen. Er liegt unmittelbar nördlich der Innenstadt, ist über den Außenhafen mit dem Rhein verbunden und erstreckt sich östlich des Marientors. Im Süden grenzt er an den Altstadtkern, im Norden an den Stadtteil Duissern. Seit dem frühen 19. Jahrhundert wurde er als Teil des Hafenkomplexes der Stadt entwickelt, zunächst für den Umschlag von Getreide, Kohle und anderen Massengütern. Das war die Zeit, in der Duisburg zur Industriestadt wurde. 1824 entstand mit der Curtius-Schwefelsäurefabrik die erste große Fabrik, 1846 bekam die Stadt Anschluss an die Köln-Mindener Eisenbahn, und große Werke der Eisen- und Stahlindustrie, unter anderem Thyssen und Krupp, siedelten sich nördlich und südlich der Stadt an. Mit der industriellen Entwicklung im Ruhrgebiet gewann der Hafen an Bedeutung. Im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm seine wirtschaftliche Bedeutung wieder ab, infolge struktureller Veränderungen in Industrie und Schifffahrt. In den 1960er und 1970er Jahren wurden große Teile der Hafeninfrastruktur nicht mehr genutzt, einige Anlagen verfielen. Dann kam der Umbau. Ab den 1990er Jahren wurde das Gelände unter dem Titel „Duisburg Innenhafen – Wohnen und Arbeiten am Wasser“ neu entwickelt, mit internationalen Architekten und Stadtplanern. Federführend beteiligt war der britische Architekt Sir Norman Foster. Die Idee war eine Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit. Historische Speichergebäude wurden teilweise erhalten und saniert, Neubauten ergänzen das Stadtbild. Schauen Sie sich um: Die Uferpromenaden sind öffentlich zugänglich, Grünflächen und Fußwege verbinden die Hafenbereiche mit der Innenstadt. Heute gibt es hier Restaurants und Cafés, Büros und Wohnanlagen und das Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, zu dem wir noch kommen. Auf dem Johannes-Corputius-Platz und an der Hafenpromenade findet von April bis Oktober am zweiten Sonntag im Monat der Marina-Markt statt. Jedes Jahr im Juni gibt es das Hafenfest mit einer Drachenboot-Fun-Regatta, die seit 2005 laut Guinness-Buch die größte der Welt ist. Im Oktober folgt das Niederrheinische Muschel- und Backfischfest.

Kurzfassung

Sie stehen am Innenhafen, einem ehemaligen Handelshafen im Zentrum von Duisburg. Er wurde ab dem frühen 19. Jahrhundert ausgebaut, vor allem für den Umschlag von Getreide und Kohle. Seit den 1990er Jahren ist er ein Stadtquartier mit Büros, Wohnungen, Gastronomie und Kultur.

Für Kinder

Du stehst an einem Hafen mitten in der Stadt. Früher wurden hier Schiffe mit Getreide und Kohle beladen. Dann brauchte man den Hafen nicht mehr so, und einige Anlagen verfielen. Heute ist es anders: Die alten Speicher wurden umgebaut, und es gibt Restaurants, Büros, Wohnungen und ein Kunstmuseum. Jedes Jahr im Juni gibt es hier ein Rennen mit Drachenbooten, das größte der Welt, sagt das Guinness-Buch. Was würdest du in einem alten Speicher einrichten?

Quellen

Koordinaten: 51.4408, 6.76611 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.