Sie stehen vor dem Palais Wittgenstein, Bilker Straße 7 bis 9, in der Carlstadt. Heute ist es ein Kulturzentrum mit einem Kammermusiksaal, dem Düsseldorfer Marionetten-Theater, dem Institut Français und einer Jugendstil-Cafeteria. Das Haus Bilker Straße 7 wurde nach 1790, als die Carlstadt besiedelt wurde, vom Weinhändler Heinrich Huyssen erbaut, der aus der Essener Familie Huyssen stammte. Es folgten mehrere Eigentümer. 1874 kaufte Prinz Alexander zu Sayn-Wittgenstein das Haus, verließ es aber schon 1876 wieder. 1877 erwarb der Weinhändler Eduard Hauth das Palais und verlegte 1878 seine Weinhandlung vom Schwanenmarkt hierher. Er nutzte die von Huyssen angelegten Weinkeller. Das schmiedeeiserne Tor des Palais, ein Meisterstück von Paul Bogus, wurde anlässlich der Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902 für 600 Goldmark angekauft und bildete fortan die Werbemarke der Weinhandlung. Das Nachbarhaus Nummer 9 ließ Gottfried Bensberg erbauen, der Besitzer der Krautmühle in der Neustadt. Arthur Hauth verkaufte den Komplex 1953 auf Rentenbasis an die Stadt. Die im Zweiten Weltkrieg schwer geschädigten Gebäude wurden 1974 bis 1976 äußerlich historisch rekonstruiert und innen modern eingerichtet, 1976 eröffnete das Kulturzentrum. In den Umbau bezog man die ehemalige Metzgerei London ein, die die Stadt 1975 erworben hatte. Sie ist ein Beispiel des Historismus um 1900. Theodor London hatte sie anlässlich der Weltausstellung im belgischen Gent für 28.000 Goldmark erworben, 1906 wurde sie dort ausgestellt und mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Seitdem dient sie als Cafeteria. Über den Innenhof gelangt man zum Marionetten-Theater. Es zeigt rund 230 Vorstellungen im Jahr, für Erwachsene und Kinder ab acht, mit 22 Inszenierungen im Repertoire, darunter Opern, Dramen und Märchen. Im Keller liegt ein Fundus mit über 500 Figuren. Seit 1965 ist das Theater im Palais zu Hause. Im Kammermusiksaal mit 234 Plätzen finden Konzerte und Lesungen statt. Als Nächstes folgt ein Ort, den es nicht mehr gibt: die Große Synagoge.
Sie stehen vor dem Palais Wittgenstein in der Bilker Straße 7 bis 9 in der Carlstadt. Heute ist es ein Kulturzentrum mit Kammermusiksaal, Marionetten-Theater, Institut Français und einer Jugendstil-Cafeteria. Das Haus entstand nach 1790 und wurde 1974 bis 1976 rekonstruiert.
In diesem Haus gibt es ein Marionettentheater. Im Keller liegt ein Fundus mit über 500 Figuren. Jedes Jahr gibt es etwa 230 Vorstellungen, für Erwachsene und für Kinder ab acht Jahren. Im Haus gibt es auch einen Kammermusiksaal und ein Café in einer ehemaligen Metzgerei. Diese Metzgerei wurde 1906 bei einer Ausstellung in Gent mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Mit welcher Geschichte würdest du ein Marionettentheater füllen?
Koordinaten: 51.222357, 6.772634 · auf der Karte