
Sie stehen am Opernhaus Dortmund, das zum Theater Dortmund gehört. Der Theatervorplatz heißt seit 1998 Platz der Alten Synagoge. Das Theater hat seinen Ursprung im Jahr 1904. 2010 hatte es über 500 Mitarbeiter und zählte damit zu den größten Theatern Deutschlands. Es gliedert sich in sechs Sparten: Konzerte der Dortmunder Philharmoniker, Musiktheater, Schauspiel, Ballett, Kinder- und Jugendtheater und die Akademie für Theater und Digitalität. Der Weg dorthin war lang. Erste Theateraktivitäten sind für das Ende des 15. Jahrhunderts nachweisbar: 1498 soll mit großem Kostenaufwand ein St.-Johannes-Spiel aufgeführt worden sein. Der Dreißigjährige Krieg beendete diese Ansätze für lange Zeit. Als sich 1830 Anfänge eines bürgerlichen Theaterlebens entwickelten, fehlte jede Anknüpfungsmöglichkeit. Theatertruppen gastierten in Schützenzelten und Gaststätten, seit 1837 stellte der Gastwirt Karl Kühn regelmäßig seinen Gartensaal zur Verfügung. Das war die erste regelmäßig genutzte Spielstätte. Mit der Industrialisierung wuchsen Bevölkerung und wirtschaftliche Möglichkeiten und damit das Interesse an einem eigenen Theater. 1872 begann ein erster Versuch, in Form einer Aktiengesellschaft ein Stadttheater zu gründen, der 1875 in Konkurs ging. 1887 starteten einige Industrielle und Mäzene eine Geldsammlung, unter ihnen Albert Hoesch, Friedrich Denninghoff, Heinrich Bömcke und Julius Overbeck. Baubeginn des Theatergebäudes nach dem Entwurf des Architekten Martin Dülfer war am 1. Juli 1902, investiert wurden 1.238.000 Mark. Am 17. September 1904 wurde das Haus am Hiltropwall 15 mit Richard Wagners Oper Tannhäuser eröffnet. Die erste Saison enttäuschte: Im Durchschnitt waren nur 56 Prozent der Plätze belegt, das entsprach 137.560 Besuchern. Die Stadt setzte deshalb auf das Musiktheater, auf repräsentative Aufführungen von Richard Wagner und Richard Strauss. Das Schauspiel stieß auf wenig Interesse. 1909 kam nach einem Entwurf Dülfers ein Musikpavillon als Wandelhalle und Restaurant hinzu. 1919 wurde Johannes Maurach erster Theaterleiter mit dem Titel Intendant, ab 1927 leitete Richard Gsell das Haus und brachte Brecht auf die Bühne. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Theater gleichgeschaltet. Jüdische Darsteller und Musiker wurden systematisch drangsaliert und ausgegrenzt. Ruth Wolffreim gehörte seit 1927 zum Ensemble. Zu Silvester 1932/33 feierte sie das Publikum noch als Rosalinde in der „Fledermaus“, doch im Frühjahr 1933 durfte sie als Jüdin die Eva in den „Meistersingern“ nicht mehr darstellen. Die Aufführung wurde abgesetzt. Ab 1936 verlieren sich die Spuren der Sängerin.
Sie stehen am Opernhaus Dortmund. Es gehört zum Theater Dortmund, das seinen Ursprung im Jahr 1904 hat. Das Theater gliedert sich in sechs Sparten: Konzerte, Musiktheater, Schauspiel, Ballett, Kinder- und Jugendtheater und die Akademie für Theater und Digitalität.
Du stehst vor dem Opernhaus. Zum Theater Dortmund gehören Oper, Schauspiel, Ballett und ein Kinder- und Jugendtheater. Das Theater gibt es seit 1904. Damals wurde es mit der Oper Tannhäuser von Richard Wagner eröffnet. Vorher hatten Schauspieler in Zelten und Gaststätten gespielt. Ein Gastwirt stellte ihnen sogar seinen Gartensaal zur Verfügung. Was würdest du lieber sehen: eine Oper, ein Schauspiel oder ein Ballett?
Koordinaten: 51.511, 7.4616 · auf der Karte