
Sie stehen dort, wo das Alte Rathaus stand, an der Südseite des Alten Marktes. Es war im Kern ein romanisches Gebäude und bis zu seiner Zerstörung 1943/45 das älteste steinerne Rathaus des deutschen Sprachraums nördlich der Alpen. 1955 wurde die Ruine abgerissen. Am 19. Februar 1241 erwarb der Rat der Stadt Dortmund das Haus vom Grafen von Dortmund, zusammen mit Brothaus, Fleischbänken, Schuhbänken und dem Richthaus. Die Kaufurkunde ist erhalten und liegt im Stadtarchiv. Sie ist das älteste Dokument, auf dem der Rat der Stadt erscheint. Wann das Rathaus gebaut wurde, ist unbekannt. Am häufigsten wird ein Baubeginn nach dem großen Stadtbrand von 1232 angenommen. Unterlagen gibt es keine, denn das städtische Archiv ging 1232 verloren. Im Mittelalter hatte das Haus drei Aufgaben. Im großen Saal im Obergeschoss tagte der Rat. In der großen Halle im Erdgeschoss lagerten und handelten Tuchhändler. Und das Niedergericht tagte bis ins 16. Jahrhundert in den Lauben am marktseitigen Giebel. Der Stadtrichter saß dabei auf der zehnten Stufe der Treppe. Alle Geschosse hatten eigene Eingänge. Die achtzehn Ratsherren waren zugleich Schöffen des Gerichts. 1241 bestimmte Dietrich von Kleve, dass die Bürger der Stadt Wesel ihre Streitfälle in Dortmund auf dem Rathaus vortragen sollten. 1350 wurde das Haus unter Meister Wilhelm von Hamm tiefgreifend umgebaut. Im Ratssaal entstanden Nischen für liturgische Handlungen und für Kästen mit Urkunden. Drei dieser Urkundenbehälter sind erhalten. So sah es 1377 und 1378 aus, als Kaiser Karl IV. und Kaiserin Elisabeth die Reichsstadt besuchten. Die Chronik berichtet, dass die Kaiserin im Alten Rathaus mit dem Rat und vornehmen Familien zusammentraf, mit Musik und Tanz. Im 16. Jahrhundert wurde das Haus mehr und mehr zum Verwaltungsgebäude, später diente es auch als Landgericht. Von 1899 bis 1905 beherbergte es die Sammlung des Städtischen Museums, aus dem das Museum für Kunst und Kulturgeschichte wurde.
Sie stehen am Alten Markt, an der Südseite, wo das Alte Rathaus stand. Es war das älteste steinerne Rathaus des deutschen Sprachraums nördlich der Alpen. 1943 bis 1945 wurde es zerstört, 1955 wurde die Ruine abgerissen.
Hier stand einmal das älteste Rathaus aus Stein im deutschen Sprachraum nördlich der Alpen. Heute gibt es das Haus nicht mehr. Im Krieg wurde es zerstört, und 1955 riss man die Ruine ab. Im Obergeschoss tagte der Rat der Stadt. Unten in der Halle lagerten und verkauften Tuchhändler Stoffe. Unter den Lauben tagte das Gericht, und der Richter saß auf der zehnten Stufe der Treppe. Was glaubst du: Warum hat man Rat, Gericht und Markt im selben Haus untergebracht?
Koordinaten: 51.5135, 7.46614 · auf der Karte