Sie stehen vor dem Schmerimenhaus, einem Renaissancebau. Es ist das älteste steinerne Bürgerhaus der Innenstadt, und neben dem Detmolder Hof das einzige Gebäude mit Steinwerkgiebel der Weserrenaissance. Sein Name erinnert an die Patrizierfamilie Schmerimen. Sie wohnte hier bis 1659 und stellte von 1592 bis 1605 mit Johann Schmerimen den Bürgermeister. Nun das Baujahr, hier gibt es zwei Zahlen. An der Traufseite zur Bruchmauerstraße sitzt eine Auslucht mit der Jahreszahl 1546. Sie gilt als ältester Teil und bildete die Basis für den Neuaufbau nach dem Stadtbrand von 1547. Erbauer war Christoph Monnink, genannt Schmeremen. Schon 1560 gehörte das Haus seinem Bruder Arnd Schmerheim. 1587 wurde die Giebelseite zur Langen Straße mit Ausluchten, Fenstern und Giebeln umfassend neu gestaltet, vermutlich durch die Lemgoer Meister Ludolf und Georg Crossmann. Diese Jahreszahl 1587 wurde in die Fassade eingelassen und wird gelegentlich als Baujahr genannt. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe, 1546, und sage dazu, dass es zwei gibt. Schauen Sie auf die Fassade: Putz mit Gliederung aus hellem Sandstein, zwei Ausluchten an der Giebelseite, Giebel mit Beschlagwerk, auf dem steinernen Giebelkreuz ein Löwenkopf. In den Nischen der Ausluchten stehen die Inschriften Fides, Spes und Caritas. Figuren waren dort vermutlich früher vorhanden, erhalten sind sie nicht. Von 1621 bis 1633 wohnte hier der Lippische Kanzler Christoph Deichmann mit seiner Frau Christine. 1707 erwarb Regierungspräsident Christoph von Piderit das Haus, der wahrscheinlich die Loggia im Hof bauen ließ. Seine Initialen C.V.P. sind in einer Mauer zu finden. 1873 gestaltete man das Erdgeschoss für Kaufläden um. Die Gebrüder Pagel, Manufaktur- und Modewarenhandlung, zeigten ihren Status als Hoflieferanten durch ein Wappen über der Tür. 1987 befreite man die Fassade vom Zementverputz und brachte sie in den historischen Zustand zurück.
Sie stehen vor dem Schmerimenhaus, einem Renaissancebau. Es ist das älteste steinerne Bürgerhaus der Innenstadt. Benannt ist es nach der Patrizierfamilie Schmerimen, die hier bis 1659 wohnte. Nach dem Stadtbrand von 1547 wurde es neu aufgebaut.
Das ist das älteste steinerne Bürgerhaus in der Innenstadt. Es heißt Schmerimenhaus, nach einer Familie, die hier bis 1659 wohnte. Ein Mann aus dieser Familie war Bürgermeister. Als die Stadt 1547 brannte, wurde das Haus neu aufgebaut. Schau auf die Vorderseite: Sie hat zwei Vorbauten mit Nischen, und in den Nischen stehen die Wörter Fides, Spes und Caritas. Früher standen dort wahrscheinlich Figuren, aber sie sind nicht erhalten. Was würdest du in die leeren Nischen stellen?
Koordinaten: 51.9336, 8.87803 · auf der Karte