Sie stehen vor dem Residenzschloss Darmstadt, dem ehemaligen Sitz der Landgrafen und Großherzöge von Hessen. Seine Geschichte ist eine Geschichte von Zerstörungen und Wiederaufbau. Schauen Sie zum Glockenturm, er ist etwa neununddreißig Meter hoch. Die Ursprünge liegen in einer Wasserburg, die die Grafen von Katzenelnbogen Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten. 1330 erhielt Darmstadt die Stadtrechte, ein Jahr später wird die Burg erstmals erwähnt. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts wurde aus der Burg ein repräsentatives Schloss, und Darmstadt war Nebenresidenz der Katzenelnbogener. Von der Wasserburg blieben nur die Form des zentralen Kirchenhofs und die Außenmauern des Herrenbaus. 1479 starb der letzte Graf von Katzenelnbogen, und Darmstadt fiel an Landgraf Heinrich III. von Hessen. 1518 wurde das Schloss bei einem Angriff von Franz von Sickingen erstmals zerstört, 1547 im Schmalkaldischen Krieg von kaiserlichen Truppen erneut. Landgraf Georg I., der Fromme, erweiterte es ab 1567 erheblich zu einer Renaissance-Anlage und sicherte es mit Graben und Bastionen. 1693 griffen die Franzosen Darmstadt an und zerstörten den Bergfried. Dann kam der große Plan: 1715, nachdem die Kanzlei des Schlosses abgebrannt war, beauftragte Landgraf Ernst Ludwig den französischen Architekten Louis Remy de la Fosse, ein neues Barockschloss mit vier großen Flügeln zu planen. Es sollte das alte Schloss komplett ersetzen. Wegen Geldmangels wurden bis 1726 nur zwei Flügel fertig. Eine Quelle nennt das eine Entwicklungsruine. 1806 trat Hessen-Darmstadt dem Rheinbund bei, und das Schloss wurde Sitz der Großherzöge, bis 1918. Gewohnt haben sie zunächst im Alten Palais, ab 1866 im Neuen Palais. In der Brandnacht vom 11. auf den 12. September 1944 brannte das Schloss bis auf die Außenmauern nieder. Nach 1945 stellte man in zwanzigjähriger Arbeit den äußeren Zustand der Vorkriegszeit weitgehend detailgetreu wieder her. Die Einleitung des Quelle spricht von der Zerstörung 1945 und einem Wiederaufbau bis 1967, die Geschichte nennt die Brandnacht 1944. Ich folge der Brandnacht und sage dazu, dass es zwei Angaben gibt. Heute besteht das Schloss aus zwei Flügeln mit S-förmigem Grundriss unter einem Mansarddach. Im älteren Teil sitzt das Schlossmuseum, im Herrenbau seit 2016 das Deutsche Polen-Institut, die übrigen Flügel nutzt die Technische Universität. Der Schlossgraben ist seit 2012 wieder ein Park nach historischem Vorbild, der Teil gegenüber dem Marktplatz wurde am 16. September 2023 eröffnet.
Sie stehen vor dem Residenzschloss, dem früheren Sitz der Landgrafen und Großherzöge von Hessen. Die barocke Vierflügelanlage wurde ab 1716 begonnen und blieb unvollendet. Ihre Wurzeln liegen in einer Wasserburg des 13. Jahrhunderts. Heute sitzen hier das Schlossmuseum und Teile der TU.
Dieses Schloss war einmal eine Burg mit Wasser rundherum, die Grafen von Katzenelnbogen haben sie vor mehr als siebenhundert Jahren gebaut. Später sollte ein riesiges Barockschloss mit vier Flügeln entstehen. Aber das Geld reichte nur für zwei Flügel. 1944 brannte das Schloss bis auf die Außenmauern nieder. Danach haben Menschen zwanzig Jahre lang daran gearbeitet, es wieder aufzubauen. Heute sind in dem Schloss ein Museum, ein Institut und Teile der Universität. Wie viele Flügel kannst du erkennen?
Koordinaten: 49.8736, 8.65528 · auf der Karte