Sie stehen am Ludwigsmonument, im Volksmund Langer Ludwig oder Langer Lui. Es gilt als Wahrzeichen Darmstadts. Die dorische Säule ist 39 Meter hoch. Oben, am Fuß der Statue, liegt in etwa dreißig Metern Höhe die Aussichtsplattform. Die Bronzestatue ist 5,45 Meter hoch und wiegt 5400 Kilogramm. Sie zeigt Großherzog Ludewig I., der von 1753 bis 1830 lebte. In der rechten Hand hält er die Verfassungsurkunde, sein Blick geht nach Rheinhessen, auf die Ländereien, die in seiner Regierungszeit neu dazukamen. Er erließ 1820 die erste Verfassung Hessens. Und hier wird die Geschichte des Denkmals interessant. Im Mai 1837 riefen zwölf Darmstädter Bürger alle Bewohner des Großherzogtums auf, für ein Denkmal zu spenden. Es sollte Ludewig vor allem als Stifter der Verfassung würdigen. Verworfen wurden ein kolossales Standbild aus Marmor mit vier Löwen und ein Verfassungsbrunnen, der ganz auf eine Figur Ludewigs verzichten wollte. Gewählt wurde eine Säule, und statt des Mathildenplatzes genehmigte Großherzog Ludwig II. 1839 den Luisenplatz, der durch die Stadterweiterung zum neuen zentralen Platz der Residenz geworden war. Aber damit bekam das Denkmal einen anderen Inhalt. Der regierende Großherzog und seine konservative Regierung betrieben seit Jahren eine Politik gegen die Verfassung. Aus dem Verfassungsdenkmal wurde ein Fürstendenkmal. Schauen Sie auf den Sockel: Dort steht Ludewig dem Ersten sein dankbares Volk. Von der Verfassung ist keine Rede. Und die Urkunde in der Hand der Statue ist, selbst mit dem Fernglas kaum zu erkennen. Bei der Bürgerschaft löste das riesige Monument auf dem zentralen Platz keinen uneingeschränkten Beifall aus. Gebaut wurde ab 1840. Georg Moller entwarf die Säule, die Statue schuf der Münchner Bildhauer Ludwig von Schwanthaler. Den Grundstein legte man am 14. Juni 1841, dem Geburtstag Ludewigs, mit einem großen Festzug. Die Einweihung am 25. August 1844 gehörte zu den größten Festen, die Darmstadt bis dahin gesehen hatte. Das Denkmal überstand die Umbenennung seines Platzes in Adolf-Hitler-Platz und blieb in der Brandnacht 1944 relativ unbeschädigt. Am 20. Februar 1950 setzte der Dachdeckermeister Ackermann der Statue eine Narrenkappe auf. Dabei entdeckte er Löcher von Geschosseinschlägen, durch die Regenwasser ins Fundament sickerte. 1952 und 1953 wurden die Schäden beseitigt. 1973 forderte man wegen des Verkehrs, das Denkmal abzubrechen oder zu versetzen. Gelöst wurde das Problem, indem man den Autoverkehr von 1978 bis 1980 in den Untergrund legte und den Platz zur Fußgängerzone machte.
Sie stehen am Ludwigsmonument auf dem Luisenplatz, im Volksmund Langer Ludwig genannt. Die 39 Meter hohe Säule entstand von 1841 bis 1844 zum Gedenken an Großherzog Ludewig I., der 1820 die erste Verfassung Hessens erließ. Sie gilt als Wahrzeichen Darmstadts.
Das ist der Lange Ludwig, die Säule auf dem Luisenplatz. Oben steht ein Großherzog aus Bronze, Ludewig der Erste. In der Hand hält er eine Rolle, die Verfassung. Die Säule ist 39 Meter hoch, und innen führen 172 Stufen nach oben. Die Tür dazu ist keine normale Tür, sondern eine Falltür, die draußen vor dem Denkmal liegt. 1950 setzte ein Dachdecker der Statue eine Narrenkappe auf. Hättest du dich getraut, da hinaufzuklettern?
Koordinaten: 49.8728, 8.65111 · auf der Karte