Stadtohr

Stadtrundgang Coburg · Station 2 von 16

Naturkunde-Museum Coburg

1844 · museum, naturkunde, herzogliche sammlung, hofgarten

Ausführlich

Sie stehen vor dem Naturkunde-Museum Coburg, am Rand des Hofgartens. Dieses Haus erzählt von einer Sammelleidenschaft. Sie beginnt bei einer Frau: Auguste Reuß zu Ebersdorf, der zweiten Gattin von Herzog Franz von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Sie interessierte sich für die Natur und weckte damit die Sammelleidenschaft bei ihrem Mann, besonders aber bei ihren Enkeln Ernst und Albert. Ernst wurde Herzog Ernst II., Albert wurde Prinzgemahl der Königin Victoria von Großbritannien. Die Sammlungen gehen im Wesentlichen auf diese beiden Brüder zurück. 1844 wurden sie als Herzogliches Kunst- und Naturaliencabinet erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Erster Direktor war Carl Friedrich von Schauroth. Weil der Platz nicht reichte, zog die Sammlung mehrmals um, zuletzt auf die Veste Coburg, wo wir begonnen haben. Ab 1912 ließ der letzte Herzog, Carl Eduard, dieses Gebäude am Rand des Hofgartens errichten. Der Berliner Architekt und Hofbaurat Rudolf Zahn plante es. Eingeweiht wurde es am 1. Juli 1913, eröffnet am 19. Mai 1914. Mit 1800 Quadratmetern Nutzfläche war es damals einer der größten Neubauten für ein Naturkundemuseum in Deutschland. Es kostete 170.000 Mark. Schauen Sie auf die Mitte der Fassade. Der dreiachsige Mittelflügel trägt eine Kuppel, die als Observatorium vorgesehen war. Achten Sie auch auf die Fenster: Im Obergeschoss sind sie rechtwinklig, im Erdgeschoss rundbogig, und der Sockel ist mit Rustikaquadern gestaltet. Seit 1919 gehört das Gebäude dem bayerischen Staat, die Sammlungen gehören der Coburger Landesstiftung. 1987 erhielt das Haus seinen heutigen Namen. Ein Erweiterungsbau von 1991 bis 1996 brachte es auf 4800 Quadratmeter Nutzfläche, davon 2400 für Ausstellungen. Drinnen geht es um Evolution, Erdgeschichte, Mineralien und den Menschen. Für Kinder gibt es einen Mineraltunnel, den Nachbau einer afrikanischen Hütte und ein großes Reisfeld mit Ochsen und Bauer. Auch die Coburger Märbelmühle, in der Murmeln hergestellt wurden, ist ein Thema. Wir gehen jetzt in den Hofgarten.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Naturkunde-Museum Coburg, am Rand des Hofgartens. Seine Sammlungen gehen auf die Coburger Herzöge zurück und wurden 1844 erstmals öffentlich gezeigt. Das heutige Haus wurde 1914 eröffnet. Es war damals einer der größten Museumsneubauten für Naturkunde in Deutschland.

Für Kinder

Hier werden Dinge aus der Natur gesammelt und gezeigt. Angefangen haben damit ein Herzog und sein Bruder. Sie hießen Ernst und Albert. 1844 durfte zum ersten Mal jeder die Sammlung ansehen. Heute gibt es in dem Museum einen Mineraltunnel für Kinder und den Nachbau einer afrikanischen Hütte. Es gibt auch ein Reisfeld mit Ochsen und Bauer. Und es gibt echte Stücke aus der Steinzeit und von Dinosauriern. Schau dir oben die Kuppel an. Dort sollte ein Observatorium hin. Was würdest du im Museum als Erstes ansehen?

Quellen

Koordinaten: 50.261666666, 10.975277777 · auf der Karte

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