Sie stehen auf dem Coburger Marktplatz, dem urbanen Zentrum der Stadt. Angelegt wurde er im frühen 15. Jahrhundert. Zuvor fand das Marktgeschehen auf dem westlichen Kirchhof bei der Morizkirche statt. Vermutlich mit dem Bau des neuen Rathauses verlagerte es sich hierher. Schon Mitte des 15. Jahrhunderts war der Platz gepflastert. Hier kreuzten sich zwei Fernwege: die Handelsstraße von Nürnberg nach Erfurt, die von der Ketschengasse diagonal über den Platz zur Spitalgasse führte, und die Verbindung von Prag nach Frankfurt am Main, die von Osten über die Steingasse kam und nach Westen durch die Judengasse weiterführte. Unter dem Pflaster liegt Älteres. Bei der Sanierung Anfang des 21. Jahrhunderts wiesen Ausgrabungen nach, dass zwei Drittel der östlichen Fläche bis ins 13. Jahrhundert von mindestens drei Holzgebäuden bebaut waren, die ein Brand zerstörte. Auf Höhe von Rosen- und Spitalgasse fanden sich Spuren einer Holz-Erde-Befestigung als erster Stadtmauer. Der Platz ist 74 mal 76 Meter groß und durch sieben Gassen mit der Altstadt verbunden. Im Süden steht das Rathaus, im Norden gegenüber das Stadthaus, das ehemalige herzogliche Kanzleigebäude. Auf der Ostseite stehen die Hofapotheke aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und das markante Fachwerkhaus Markt 11, auf der Westseite das Haus Markt 6 mit dem Coburger Erker. In der Mitte steht das Prinz-Albert-Denkmal, ein Geschenk der Königin Victoria an die Heimatstadt ihres verstorbenen Gatten. Albert blickt zum Rathaus, im Ornat eines Ritters des Hosenbandordens, in den Händen den Bauplan des Londoner Kristallpalastes und einen Marschallstab. Die Bronze wurde nach einem Modell von William Theed dem Jüngeren gegossen und am 26. August 1865 in Anwesenheit der Königin und ihrer Kinder enthüllt, bei ihrem fünften Besuch in Coburg. Links und rechts des Rathauses stehen zwei Kastenbrunnen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, auf dem einen ein Löwe mit Schild, auf dem anderen, dem Spenglersbrunnen, ein Löwe mit dem Coburger Stadtwappen. Seit dem 5. Mai 1982 ist der Platz für den Autoverkehr gesperrt. Vorher war er der Knotenpunkt aller Stadtbuslinien. Und dann das Essen. Täglich steht hier ein Bratwurststand. Die Coburger Bratwurst wird auf gut getrockneten Kiefernzapfen im offenen Feuer gegrillt, im Coburger Volksmund heißen sie Kühle. Das Brötchen wird von oben aufgeschnitten, nicht von der Seite. Dienstag und Freitag ist Gemüsemarkt, Mittwoch und Samstag Wochenmarkt.
Sie stehen auf dem Coburger Marktplatz, dem urbanen Zentrum der Stadt. Er wurde im frühen 15. Jahrhundert angelegt. Zuvor fand das Marktgeschehen auf dem Kirchhof der Morizkirche statt. In der Mitte steht das Prinz-Albert-Denkmal, ein Geschenk der Königin Victoria.
Du stehst auf dem Marktplatz von Coburg. Hier kreuzten sich früher zwei große Handelsstraßen. In der Mitte steht ein Denkmal von Prinz Albert. In der Hand hält er den Bauplan für den Kristallpalast in London. Königin Victoria hat es der Stadt geschenkt, denn Coburg war die Heimatstadt ihres Mannes. Und hier gibt es die Coburger Bratwurst. Sie wird im offenen Feuer auf Kiefernzapfen gegrillt. Die Zapfen heißen in Coburg Kühle. Das Brötchen schneidet man von oben auf. Hast du schon einmal eine Bratwurst von einem Zapfenfeuer gegessen?
Koordinaten: 50.2584, 10.9649 · auf der Karte