Sie stehen am Schlossplatz vor dem Landestheater Coburg, einem klassizistischen Gebäude, in dem ein Dreispartentheater zu Hause ist: Oper und Operette, Schauspiel und Ballett. Getragen wird es von der Stadt Coburg und dem Freistaat Bayern gemeinsam. Eine Auskunft vorweg: Das Große Haus ist seit dem 13. Mai 2023 für mehrere Jahre geschlossen, die Wiedereröffnung wird nicht vor 2035 erfolgen. Seit Oktober 2023 spielt das Theater im Globe Coburg am Güterbahnhof, einem Ersatzbau in Anlehnung an das Londoner Globe Theatre. Coburg hat eine alte Theatertradition. Schon 1630 wurde im Gymnasium Casimirianum ein Musikstück des Hofkapellmeisters Melchior Franck uraufgeführt. 1684 eröffnete Herzog Albrecht das erste Coburger Hoftheater, im oberen Saal des Zeughauses, mit Platz für 100 Zuschauer. 1764 baute Herzog Ernst Friedrich das Ballhaus in ein Schauspielhaus um. Im Juni 1827 gründete Herzog Ernst I. ein ständiges Hoftheater, das abwechselnd in Coburg und in Gotha spielte, je nach Aufenthalt des Herzogs und des Hofes. Das Gebäude vor Ihnen entstand an der Stelle der Stahlhütte, in der das Waisenhaus untergebracht war. Die Finanzierung und die Enteignung des Waisenhausfonds führten zum Theaterstreit zwischen dem Herzog und dem Landtag und zu dessen Auflösung 1839. Am 17. September 1840, dem Geburtstag von Herzogin Marie, wurde das Haus nach drei Jahren Bauzeit mit Aubers Oper Der Feensee eröffnet. Entworfen hatte es der herzogliche Bauinspektor Carl Balthasar Harres, ein Schüler Schinkels. Ab 1838 vollendete es der Rudolstädter Baurat Vincenz Fischer-Birnbaum. Ein ähnliches Theatergebäude entstand zur gleichen Zeit in Gotha. 1847 wurde das Coburger Haus um das fehlende Drittel nach Norden ergänzt, 1857 stockte man das Dach in der Mitte für weitere Logen auf. Unter Herzog Ernst II. pflegte man vor allem Wagneropern. Der Hoftheatermaler Max Brückner wurde von Richard Wagner als Bühnenbildner für die Bayreuther Festspiele engagiert. Ernst II. trat in seinem Theater auch selbst auf. 1919 ging das Gebäude aus dem Privatvermögen des Herzogs an den Freistaat Coburg über. Nach der Vereinigung mit Bayern 1920 trat Bayern in die Verpflichtungen ein und beteiligt sich seitdem mit vierzig Prozent an der Finanzierung. Deshalb kann das Haus als drittes bayerisches Staatstheater bezeichnet werden. Auch die frühere Reithalle am Schlossplatz gehört zu diesem Theater: Seit 1985 ist sie dessen Studiobühne.
Sie stehen am Schlossplatz vor dem Landestheater Coburg, einem klassizistischen Gebäude. Es wurde am 17. September 1840 eröffnet. Das Dreispartentheater zeigt Oper und Operette, Schauspiel und Ballett. Das Große Haus ist seit dem 13. Mai 2023 wegen einer Generalsanierung geschlossen.
Das ist ein Theater, in dem Opern, Schauspiele und Ballett aufgeführt werden. Ein Herzog ließ es bauen, und am 17. September 1840 wurde es mit einer Oper eröffnet. Das war der Geburtstag der Herzogin Marie. Zurzeit ist das Haus geschlossen, weil es saniert wird. Das Theater spielt deshalb in einem anderen Gebäude am Güterbahnhof, das dem Londoner Globe Theatre nachempfunden ist. Der Herzog Ernst der Zweite stand sogar selbst auf der Bühne. Würdest du gern einmal auf einer Bühne stehen?
Koordinaten: 50.259790143, 10.967147311 · auf der Karte