Stadtohr

Stadtrundgang Chemnitz · Station 10 von 16

Stadthalle Chemnitz

1974 · ddr-moderne, konzerthalle, orgel, karl-marx-stadt

Ausführlich

Sie stehen vor der Stadthalle Chemnitz. Gebaut wurde sie von 1969 bis 1974 als Mehrzweckhalle im Zentrum des damaligen Karl-Marx-Stadt und am 4. Oktober 1974 feierlich eröffnet. Für die großflächige Plattenverkleidung wurden 4000 Quadratmeter Rochlitzer Porphyr verwendet. Seit der Eröffnung haben rund 16 Millionen Menschen hier Klassik- und Rockkonzerte, Shows, Musicals, Messen, Kongresse, Bälle, Gala-Abende und Fernsehproduktionen besucht. Der Große Saal hat 1828 Plätze, der Kleine Saal 560. Betrieben wird die Halle von der C3 Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, einer Tochtergesellschaft der Stadt. Der Chefarchitekt Rudolf Weißer entwarf Stadthalle und Hotel als funktionale Einheit aus Kulturzentrum und Hotel. Dieser Komplex prägt das Stadtbild seit den 1970er Jahren, das Hochhaus kommt später noch. Das Dreiecksraster, das die polygonale Struktur ermöglicht, überträgt die markante Außengestaltung auch auf die Innenarchitektur. Hubert Schiefelbein entwarf die Sichtbetonfassade am Großen Saal. 2004 setzte Clauss Dietel mit einem überarbeiteten Farb- und Lichtkonzept neue Akzente in den Foyers. In der Lichthalle des Großen Foyers steht eine Plastik von Fritz Cremer, die Galilei darstellt. Dort hängt auch Horst Zickelbeins Wandbild über die Befreiung der Wissenschaft durch die sozialistische Revolution. Im Kleinen Foyer finden sich Reliefs von Christa Sammler, im Stadthallenpark Werke von Wieland Förster. Die Stadthalle hat eine der größten Orgeln, die in einem Gebäude stehen, das keine Kirche ist. Sie wurde von 1972 bis 1976 vom VEB Orgelbau Dresden gebaut, dem heutigen Unternehmen Jehmlich. Die Orgel hat vier Manuale und Pedal, 67 klingende Register und 5536 Pfeifen. Zu hören ist sie bei ausgewählten Sinfonie- und Weihnachtskonzerten, beim Adventsprogramm und bei zwei Orgelkonzerten im Jahr. 2011 gewann das Berliner Büro studioinges einen Architektenwettbewerb zur Erweiterung der Halle zum Tagungs- und Kongresszentrum.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Stadthalle Chemnitz. Sie wurde von 1969 bis 1974 als Mehrzweckhalle im damaligen Karl-Marx-Stadt gebaut und am 4. Oktober 1974 eröffnet. Chefarchitekt war Rudolf Weißer. Die Fassade ist mit 4000 Quadratmetern Rochlitzer Porphyr verkleidet.

Für Kinder

Du stehst vor der Stadthalle. Hier finden Konzerte, Shows und Musicals statt, und rund 16 Millionen Menschen waren schon da. Eröffnet wurde die Halle am 4. Oktober 1974. Die Fassade besteht aus Platten aus Rochlitzer Porphyr, das ist ein Stein. Im Inneren steht eine der größten Orgeln in einem Gebäude, das keine Kirche ist: Sie hat 5536 Pfeifen. In der Lichthalle steht eine Plastik von Galilei. Sie trägt den Titel Und sie bewegt sich doch. Weißt du, was Galilei damit gemeint haben könnte?

Quellen

Koordinaten: 50.8352, 12.921 · auf der Karte

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