Stadtohr

Stadtrundgang Chemnitz · Station 3 von 16

Stadtbibliothek Chemnitz - Zentralbibliothek im Tietz

1869 · bibliothek, bücher, stadtgeschichte, tietz

Ausführlich

Sie stehen vor der Stadtbibliothek Chemnitz, der Öffentlichen Bibliothek der Stadt, im Kulturkaufhaus Tietz. Sie umfasst knapp eine halbe Million Medieneinheiten, darunter rund 150.000 historische Bestände. Dass sie hier sitzt, hat eine Vorgeschichte. Gegründet wurde die Bibliothek 1869 als Studienbücherei. Den Anfang machte eine Stiftung von 444 Büchern des Zschopauer Unternehmers Jacob Georg Bodemer. 1912 folgte die Eröffnung einer Volksbücherei. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadtbibliothek mit ihren Beständen vollständig zerstört. Nur die ausgelagerten historischen Bücher überstanden den Krieg. 1950 wurde sie im Haus am Schillerplatz neu eröffnet. 1953 kam die Funktion einer Stadt- und Bezirksbibliothek hinzu, mit anleitender Aufgabe für die öffentlichen Bibliotheken des Bezirks Karl-Marx-Stadt. Seit 1976 ergänzt eine internationale Bibliothek mit fremdsprachiger Literatur die Einrichtung. Nach der Wiedervereinigung erhielt sie ihren ursprünglichen Status als Stadtbibliothek zurück. Seit 1990 liefen die Planungen für eine neue Zentralbibliothek im Stadtzentrum. Sie fanden 2004 mit dem Kulturkaufhaus Tietz ihren Abschluss. Der historische Bestand reicht über neun Jahrhunderte. Er umfasst Bücher, gebundene Zeitungs- und Zeitschriftenjahrgänge und andere Druckerzeugnisse. Besonders schützenswerte Stücke dürfen nur im Lesesaal eingesehen werden. Das Haus selbst, das frühere Warenhaus Tietz und heutige DAStietz, baute Wilhelm Kreis 1912 und 1913. Es ist ein Stahlbetonskelettbau mit drei Lichthöfen und war für damalige Verhältnisse sehr modern. Im großen Lichthof steht der Versteinerte Wald, das größte Pflanzenfossil Europas. Neben der Bibliothek sind hier die Volkshochschule, das Museum für Naturkunde und die Neue Sächsische Galerie untergebracht. Die Geschichte des Hauses folgt gleich.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Stadtbibliothek Chemnitz, der Öffentlichen Bibliothek der Stadt. Sie ist seit 2004 im Kulturkaufhaus Tietz untergebracht. Gegründet wurde sie 1869 mit einer Stiftung von 444 Büchern. Heute umfasst sie knapp eine halbe Million Medieneinheiten.

Für Kinder

Du stehst vor der Stadtbibliothek. Sie ist die öffentliche Bibliothek der Stadt Chemnitz. Es gibt hier knapp eine halbe Million Bücher und andere Medien, und rund 150.000 davon sind historisch. Gegründet wurde die Bibliothek schon 1869. Ein Unternehmer schenkte ihr damals 444 Bücher. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie ganz zerstört. Nur die alten Bücher, die man vorher an einen anderen Ort gebracht hatte, blieben erhalten. Kannst du dir vorstellen, wie viel eine halbe Million ist?

Quellen

Koordinaten: 50.8311, 12.9231 · auf der Karte

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