Stadtohr

Stadtrundgang Bremerhaven · Station 7 von 16

Historisches Museum Bremerhaven

· museum, stadtgeschichte, morgenstern, geeste

Ausführlich

Sie stehen am Historischen Museum Bremerhaven. Früher hieß es Morgenstern-Museum. Es liegt zwischen der Alten Geestebrücke und der Kennedybrücke am Südufer der Geeste und zeigt die Geschichte Bremerhavens und seiner Umgebung. Der Name erzählt die Vorgeschichte. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts trugen die Männer vom Morgenstern, ein Heimatbund an Elb- und Wesermündung, eine Sammlung zusammen, vor allem archäologische und volkskundliche Objekte. 1896 ordnete Jan Bohls, der erste Konservator, die vorgeschichtliche Sammlung in einem Haus in Lehe und stellte sie öffentlich aus. 1902 wurde sie an Geestemünde verkauft, am 15. Januar 1906 eröffnete das Museum für Heimatkunde. 1910 wurde es als Städtisches Morgenstern-Museum wiedereröffnet, und der neue Name setzte sich in der Bevölkerung schnell durch. 1944 wurde das Museumsgebäude bei Luftangriffen zerstört, ein Brand im Marschenhaus vernichtete 1946 weitere wichtige Bestände. Seit 1949 war ein Teil wieder zugänglich, zunächst im Stadthaus IV, 1961 zog das Museum in ein früheres Kaufhaus in der Kaistraße. 1973 wurde die Sammlung zur Schifffahrtsgeschichte an das neu gegründete Deutsche Schifffahrtsmuseum abgegeben. Dann entstand das Haus, vor dem Sie stehen. Schauen Sie die Fassade entlang: Der 4760 Quadratmeter große Neubau nach einem Entwurf des Bremerhavener Architekten Wolfgang Bendig wurde am 31. August 1991 eröffnet. Er zitiert mit seinen fünf Spitzgiebeln die ehemaligen Fischhallen, die an dieser Stelle standen, und orientiert sich in seiner gebogenen, 100 Meter langen Form am Geestebogen. Im Jahr 2000 wurde das Museum zum Europäischen Museum des Jahres nominiert. Seit 2010 ist es eine Station der Route der Industriekultur im Nordwesten. Die Dauerausstellung zeigt in sieben Abteilungen die Geschichte von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung vor 120.000 Jahren bis zu den 1960er Jahren, mit Themen wie Hochseefischerei, Überseehäfen und Hafenarbeit, Werften und Schiffbau. Zum Museum gehört außerdem das Museumsschiff Gera, im Schaufenster Fischereihafen. Es ist das einzige deutsche schwimmende Museum zur Geschichte der Hochseefischerei. 1990 wurde der letzte deutsche Seitenfänger vor der Verschrottung gerettet, die Stadt kaufte ihn für den symbolischen Preis von einer D-Mark. Und noch ein Bezug zum Hafen: Über Bremerhaven verließen zwischen 1830 und 1974 über sieben Millionen Menschen Europa. Das Museum initiierte dazu die Deutsche Auswanderer-Datenbank.

Kurzfassung

Sie stehen am Historischen Museum Bremerhaven, früher Morgenstern-Museum, am Südufer der Geeste. Der Neubau von Wolfgang Bendig wurde am 31. August 1991 eröffnet. Fünf Spitzgiebel zitieren die Fischhallen, die hier standen. Gezeigt wird die Geschichte Bremerhavens und seiner Umgebung.

Für Kinder

In diesem Haus steckt die Geschichte von Bremerhaven. Es ist 100 Meter lang und gebogen, so wie die Geeste hier einen Bogen macht. Schau nach oben: Fünf spitze Giebel. Sie erinnern an die Fischhallen, die früher an dieser Stelle standen. Früher hieß das Museum Morgenstern-Museum. Der Name kommt von einem Verein, den Männern vom Morgenstern. Sie sammelten alte Dinge, von Keramik bis zu Trachtenschmuck. Die Ausstellung reicht bis zu den ersten Spuren von Menschen vor 120.000 Jahren zurück. Was würdest du sammeln?

Quellen

Koordinaten: 53.5388, 8.58565 · auf der Karte

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