Sie stehen am Vieweg-Haus am Burgplatz, dem Haupthaus des Braunschweigischen Landesmuseums. Dazu zwei Angaben: Das Haus ist wegen einer Sanierung geschlossen. Eine Quelle nennt einmal Ende 2028 als voraussichtliches Ende, einmal 2027. Ich gebe beide Jahre weiter. Das Land Niedersachsen investiert 47,5 Millionen Euro. Das Museum wurde am 11. Oktober 1891 als städtisches Vaterländisches Museum für Braunschweigische Landesgeschichte gegründet, damals in der Straße Hagenscharrn. Den Grundstock bildete die Sammlung einer Erinnerungsausstellung an den Schwarzen Herzog Friedrich Wilhelm von 1890. 1902 zog das Museum in die Aegidienkirche und die angrenzenden Räume des ehemaligen Benediktinerklosters. Erster hauptamtlicher Leiter war von 1910 bis 1935 der Kunsthistoriker Karl Steinacker. Dann kam der Nationalsozialismus. Am 1. Oktober 1935 wurde das Museum verstaatlicht und 1938 in Braunschweigisches Landesmuseum für Geschichte und Volkstum umbenannt. Diesen Namen trug es bis Ende 1982. Direktor war Johannes Dürkop, ein überzeugter Nationalsozialist. Nach dem Krieg musste das Museum die Aegidienkirche der Gemeinde St. Nicolai überlassen, die nach den Kriegsschäden dringend Gemeinderäume brauchte. Erst 1960 hatte die Öffentlichkeit wieder Zugang. Das Vieweg-Haus wurde 1976 frei, als der Vieweg-Verlag nach Wiesbaden wechselte. Von 1983 bis 1985 wurde es komplett entkernt und von innen neu errichtet. Das Museum, das am 1. Januar 1983 seinen heutigen Namen erhalten hatte, zog 1985 ein. Hier zeigt es die Geschichte vom 8. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Eine Besonderheit ist die Rechenmaschinen-Sammlung der früheren Brunsviga-Werke. Das Museum erwarb sie 1981 für 4,5 Millionen D-Mark. Franz Trinks hatte sie ab 1910 als Werksmuseum aufgebaut. Sie umfasst rund 400 Maschinen und eine Spezialbibliothek. Und ein Haus, das ich Ihnen nicht verschweigen will: In der Straße Hinter Aegidien steht der Chor des Paulinerklosters aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Er wurde 1912 abgebrochen und 1913 auf das Grundstück des Aegidienklosters versetzt. Dort befindet sich das Jüdische Museum, das älteste der Welt. Sein Zentrum ist die komplette Inneneinrichtung der Hornburger Synagoge, die 1924 abgerissen wurde. Die Judaica-Sammlung geht auf eine Sammlung des Hofjuden Alexander David zurück, die schon 1746 öffentlich zugänglich war. Von der Gründung des Museums 1891 bis 1944 war sie durchgehend ausgestellt, nach dem Krieg wurde sie erst ab 1987 wieder zugänglich. Das Museum gilt als eines der größten historischen Museen Deutschlands.
Sie stehen am Vieweg-Haus am Burgplatz, dem Haupthaus des Braunschweigischen Landesmuseums. Das Museum wurde am 11. Oktober 1891 gegründet. Es ist das einzige Geschichtsmuseum in Trägerschaft des Landes Niedersachsen und zeigt Geschichte von vor 50.000 Jahren bis heute.
Du stehst vor dem Haupthaus eines Geschichtsmuseums. Hier wird erzählt, wie es in Braunschweig war: von vor 50.000 Jahren bis heute. Gegründet wurde das Museum 1891. Es besitzt eine Sammlung von rund 400 Rechenmaschinen aus den Brunsviga-Werken. Außerdem gehört zum Museum auch das älteste jüdische Museum der Welt. Gerade ist das Haus zu, weil es renoviert wird. Welche Zeit der Geschichte würdest du am liebsten besuchen?
Koordinaten: 52.2647, 10.5231 · auf der Karte