Sie stehen dort, wo im Advent der Braunschweiger Weihnachtsmarkt steht. Er hat eine Tradition von über 500 Jahren, und sein Rahmen ist die Traditionsinsel rund um den Dom: Burgplatz, Burg Dankwarderode, das Huneborstelsche Haus, das Vieweghaus und in der Mitte der Löwe. 2008 kamen etwa 900.000 Besucher. Die Anfänge liegen im Ungefähren. Ein Markt, der wirklich Weihnachtsmarkt hieß, scheint im 14. Jahrhundert auf dem Altstadtmarkt abgehalten worden zu sein, zu Weihnachten oder kurz danach. 1385 fand er am 1. und 2. Januar statt. Später, vielleicht um 1505, wurde er offenbar auf die Zeit vor den Festtagen verlegt. 1498 stellte Herzog Heinrich der Ältere der Stadt ein Privileg über zwei Jahrmärkte aus. 1505 stellte König Maximilian I. zwei Jahrmärkte unter Königsfrieden. Sie sollten am Freitag nach Himmelfahrt und am Tag nach dem Fest Mariä Empfängnis beginnen und zehn Tage dauern. Die Besucher hatten zehn Tage davor und zehn Tage danach königlichen Schutz. Die Messen fanden ursprünglich vor allem auf dem Altstadtmarkt und dem Kohlmarkt statt. Die Schriftstellerin Ricarda Huch, in Braunschweig geboren, schrieb 1927, am wundervollsten habe sie die Kirchen Martini und Katharinen gefunden, wenn abends der Weihnachtsmarkt sich um sie herum abspielte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand der erste Markt 1946 auf dem Platz vor dem Schloss statt, dann auf dem Hagenmarkt. 1956 zog er zum ersten Mal auf den Burgplatz. Er wuchs um die Münzstraße neben dem Rathaus, fast den ganzen Domplatz und den Platz der Deutschen Einheit. Seit 2009 gehört auch der Burggraben der Burg dazu: Der frühere Verlauf eines Okerarmes ist mit illuminiertem Glassplitt nachgezeichnet, darauf liegen Holzflöße. Seit 2006 zählt der Markt mehr als 130 Stände und Fahrgeschäfte, um eine Zulassung bewerben sich rund 270. Ausgewählt wird nach Attraktivität: Die Stände müssen sich in das historische Gesamtbild einfügen. Eine Kommission zeichnet jedes Jahr besonders attraktive Stände mit einer Urkunde aus. Die anderen erhalten einen Blauen Brief, früher war es ein Saurer Tannenzapfen, und sie können bis zu fünf Jahre ausgeschlossen werden. Eröffnet wird der Markt am Mittwoch nach dem Totensonntag. Am 24. und 25. Dezember ist Marktruhe.
Sie stehen auf dem Platz des Braunschweiger Weihnachtsmarkts. Er hat eine Tradition von über 500 Jahren und findet auf der Traditionsinsel rund um den Dom statt, mit dem Löwen in der Mitte. 2008 kamen etwa 900.000 Besucher. Seit 2006 gibt es mehr als 130 Stände und Fahrgeschäfte.
Hier steht im Advent der Weihnachtsmarkt, und zwar schon seit mehr als 500 Jahren. Früher war er auf dem Altstadtmarkt und dem Kohlmarkt. Erst 1956 zog er auf diesen Platz um. 2008 kamen etwa 900.000 Besucher. Mehr als 130 Stände und Fahrgeschäfte gibt es. Jedes Jahr schaut eine Kommission genau hin. Wessen Stand schön ist, bekommt eine Urkunde. Wessen Stand der Kommission nicht gefällt, bekommt einen Blauen Brief. Früher hieß das Saurer Tannenzapfen. Was würdest du dir als Erstes ansehen?
Koordinaten: 52.2644, 10.5244 · auf der Karte