Sie stehen vor dem Braunschweiger Schloss. Es ist die ehemalige Residenz der Herzöge von Braunschweig, und das Gebäude, das Sie sehen, hat schon drei Anläufe hinter sich. Der erste Bau entstand ab 1717 unter dem Landbaumeister Hermann Korb. Er stand dort, wo seit dem Mittelalter der Stadt- und Wirtschaftshof der Zisterziensermönche aus Riddagshausen lag. Die Braunschweiger nannten ihn den Grauen Hof, wegen der grauen Mönchskutten. Die Residenz der Herzöge lag in Wolfenbüttel. Eine Quelle nennt einmal 1754 als das Jahr, bis zu dem sie dort lag, und einmal 1753 als das Jahr der Verlegung nach Braunschweig, obwohl das Schloss noch nicht fertig war. Ich gebe beide Jahre weiter. Über 4000 Personen folgten der herzoglichen Familie. Dann der Abend, an dem alles endete. Am 7. September 1830 kam es zur Revolution. Bürger rebellierten gegen Herzog Karl II., den sie später wegen seines Reichtums „Diamantenherzog“ nannten. Eine aufgebrachte Menge stürmte das Gelände und das Schloss, um es zu plündern und niederzubrennen. Die Wachtruppe griff nicht ein. In der Nacht auf den 8. September brannten Nordflügel und Mitteltrakt bis auf die Grundmauern nieder, der Südflügel wurde nur beschädigt. Karl II. floh am selben Abend und kehrte nie zurück. Sein Bruder Wilhelm folgte ihm als Regent. Den Neubau plante der Hofbaumeister Carl Theodor Ottmer, der im Umfeld Karl Friedrich Schinkels in Berlin ausgebildet worden war. Der erste Spatenstich war am 23. Juni 1831, der Grundstein folgte am 26. März 1833. Am 21. März 1841 wurde das Schloss mit einer Theateraufführung im Südflügel eingeweiht. Schauen Sie auf die Front: Sie ist nach Westen ausgerichtet, dreiflügelig und U-förmig. Ein Torso blieb sie trotzdem, denn Herzog Wilhelm untersagte 1839 den weiteren Ausbau. Die Kolonnaden zum Bohlweg und die Quadriga auf dem Schloss wurden nie ausgeführt. Der Name „Ottmer-Schloss“ erinnert an den Erbauer, der 1843 starb. Am 24. Februar 1865 zerstörte ein technischer Defekt den Nordtrakt und Teile des Hauptgebäudes; bis 1868 rekonstruierte Carl Wolf das Schloss nach Ottmers Entwürfen. Im November 1918 musste Herzog Ernst August als Folge der Novemberrevolution abdanken, er übergab die Regierung an den Arbeiter- und Soldatenrat. Nach der Beschädigung 1945 wurde das Schloss 1960 abgerissen. Von 2005 bis 2007 wurde es wiederaufgebaut. Heute finden Sie hier die Schlossarkaden, das Schlossmuseum und die Stadtbibliothek.
Sie stehen vor dem Braunschweiger Schloss, der ehemaligen Residenz der Herzöge. Die klassizistische Dreiflügelanlage baute Carl Theodor Ottmer von 1833 bis 1841. 1960 wurde sie abgerissen und von 2005 bis 2007 wiederaufgebaut. Heute sitzen hier Schlossarkaden, Schlossmuseum und Stadtbibliothek.
Du stehst vor dem Schloss, in dem früher die Herzöge von Braunschweig wohnten. Das erste Schloss brannte 1830 zum großen Teil ab, weil sich Menschen gegen den Herzog erhoben hatten. Er floh am selben Abend und kam nie zurück. Dann wurde ein zweites Schloss gebaut und 1841 eingeweiht. 1945 wurde es beschädigt und 1960 abgerissen. Von 2005 bis 2007 wurde es wieder aufgebaut. Heute ist darin unter anderem die Stadtbibliothek. Kannst du zählen, wie viele Schlösser hier schon gestanden haben?
Koordinaten: 52.2631, 10.5272 · auf der Karte