Sie stehen vor der Magnikirche. Wenn Braunschweig einen Geburtsschein hat, dann liegt er hier. Die Weiheurkunde aus dem Jahr 1031 gilt als erster urkundlicher Beleg der Existenz dessen, was heute die Stadt Braunschweig ist. In ihr heißt die Siedlung Brunesguik. Sie ist als Protokoll angelegt und weist der Kirche eine lange Reihe von Orten zu, darunter Bienrode, Veltenhof, Wenden, Rühme, Gliesmarode und Rautheim. Mehrere davon vermerkt eine Quelle als wüst, es gibt sie nicht mehr. Alle diese Orte liegen oder lagen östlich der Oker, bis zur Reformation im Bistum Halberstadt. Die Orte westlich des Flusses gehörten zum Bistum Hildesheim. Die Oker war also schon damals eine Grenze. Der Namenspatron der Kirche ist vermutlich der apulische Bischof Magnus, den vor allem die Friesen verehrten. Stimmt das, hatte die Siedlung sehr früh Handelsbeziehungen bis zur Nordsee. Die Kirche, die Sie sehen, stammt aus einem Neubau ab 1252, Reste der ursprünglichen Kirche stecken noch in den Fundamenten. 1873 bis 1877 restaurierte Ludwig Winter das Gebäude, und Max Osterloh und Adolf Quensen malten es im Stil des Historismus aus. Dann kam der 23. April 1944. Der Bombenangriff beschädigte die Kirche sehr stark, nach Kriegsende standen nur noch der Turm und die Säulenarkaden des Langhauses. Der Wiederaufbau von 1956 bis 1964 wurde viel kritisiert. Das Langhaus wurde deutlich niedriger gebaut, die Fensterreste der Südwand wurden zugemauert, die Nordseite wurde in Beton mit Langfenstern ausgeführt. Die zerstörte Apsis von 1447 entstand ohne gotisches Maßwerk neu, und die intakte nördliche Säulenarkade wurde abgetragen, zugunsten eines großen hallenartigen Raums. Die Kritiker sagten: Auf der einen Seite sei intakte Substanz beseitigt worden, auf der anderen etwas wiederaufgebaut, das so nie bestanden habe. Schauen Sie zum Giebel des Chors hinauf. Dort steht seit 1958 die Plastik „Der Rufer“ von Bodo Kampmann. Sie symbolisiert den apokalyptischen Engel, der zum Jüngsten Gericht bläst, und wurde auf den Zweiten Weltkrieg und die Zerstörung Braunschweigs bezogen. Und hören Sie hin: Im Glockenhaus hängt die Magnusglocke aus dem Jahr 1335, die älteste Glocke des Braunschweiger Landes. Daneben läuten die Heer- oder Friedensglocke von 1643 mit etwa dreitausend Kilogramm und die Stundenglocke von 1406. Insgesamt hat die Kirche fünf Glocken, von denen zwei nicht läuten können.
Sie stehen vor der Magnikirche, Braunschweigs ältester Kirche. Ihre Weiheurkunde von 1031 gilt als erster urkundlicher Beleg der Stadt. Im Krieg blieben nur der Turm und die Säulenarkaden des Langhauses stehen. Bis 1964 wurde sie teils in moderner Form wiederhergestellt.
Du stehst vor der ältesten Kirche von Braunschweig. In ihrer Weiheurkunde steht der Name der Siedlung zum ersten Mal: Brunesguik. Das war im Jahr 1031. Im Krieg wurde sie bei einem Bombenangriff fast ganz zerstört. Nur der Turm und einige Säulen blieben stehen. Dann baute man sie wieder auf, anders als vorher, auch mit Beton. Oben am Giebel steht ein Engel mit Trompete, der Rufer. Man bezog ihn auf den Krieg und die Zerstörung der Stadt. Im Turm hängt eine Glocke von 1335, die älteste im Braunschweiger Land. Wie lange sie wohl schon läutet?
Koordinaten: 52.262408, 10.5301 · auf der Karte