Sie stehen vor dem Plauer Torturm. Man nennt ihn auch Luckenberger Torturm. Er gehört zur Stadtmauer der Altstadt und ist einer der heute noch vier verbliebenen Tortürme der beiden Städte Brandenburg. Früher waren es acht, die ganze Wehranlage hatte zehn Tore. Zuerst der Name. Das Tor schützte die Ausfallstraße der Altstadt nach Westen. Luckenberger heißt es nach dem Dorf Luckenberg, das etwa 500 Meter vor dem Tor lag, vermutlich zwischen der Nikolaikirche und dem Nordufer der Havel. Plauer heißt es, weil die Straße nach Westen, Richtung Magdeburg, zum Fischerstädtchen Plaue führt. Schauen Sie auf die Form. Der Turm ist ein Zylinder, etwa 17 Meter hoch bis zum Zinnenkranz, aus märkischem Ziegelstein, auf einem etwa 1,20 Meter hohen Feldsteinfundament. Er ist sehr schlicht. Zur Tausendjahrfeier der Stadt setzte man Zinnenkranz und spitzkegeliges Dach auf. Zuvor hatte im 16. Jahrhundert ein Fachwerkaufsatz den Turm bedeckt, der nicht mehr vorhanden ist. In halber Höhe, nach Nordwesten, sitzt ein Erker mit nach unten offenem Auslass. Er diente der Turmbesatzung als Abtritt. Wann der Turm gebaut wurde, ist nicht überliefert. Eine Quelle nimmt an, dass er schon zu den ersten Teilen der steinernen Stadtmauer und der vorgelagerten Doppelwallanlage gehörte. Dann 1403. Johann von Quitzow griff mit seinen Reisigen die Altstadt an und suchte Deckung bei der Nikolaikirche, die damals als Ruine auf freiem Feld stand. Die Pläne wurden dem Rat hinterbracht, und die Bürgerwehr der Altstadt schlug den Raubritter bei einem Ausfall in die Flucht. Und noch ein Datum: Bis Ende Mai 1945 war der Turm in die Bebauung der Plauer Straße einbezogen. Ein Fachwerkhaus saß auf einem mächtigen Konsolstein. Es brannte durch eine fahrlässige Brandstiftung sowjetischer Soldaten ab, mit der gesamten nördlichen Straßenzeile bis zur Gasse Der Huck. Heute zeigt ein roter Ziegelstreifen den Verlauf der nordwestlichen Stadtmauer an. Der südwestliche Mauerring ist bis zum Gelände des ehemaligen Franziskanerklosters St. Johannis noch intakt. Das ist unser übernächster Halt. Suchen Sie in den Nischen des Turms nach Tieren aus Ton: Ratte, Schlange, Kuh, Schwein, Kamel, Ziege, Esel und Wolf. Sie stammen von dem 2012 verstorbenen Brandenburger Künstler Horst Wall. Die Nischen waren einst für Gerüstbalken gedacht. Betreten kann man den Turm nicht. Auch zum Türmetag bleibt er geschlossen, weil eine gefahrlose Begehung aus bautechnischen Gründen nicht gewährleistet ist.
Sie stehen vor dem Plauer Torturm, auch Luckenberger Torturm genannt. Er gehört zur Altstädter Stadtmauer und ist einer von vier erhaltenen Tortürmen der beiden Städte, früher waren es acht. Das Jahr seiner Entstehung ist nicht überliefert. Der Zylinder aus Ziegelstein ist etwa 17 Meter hoch.
Dieser runde Turm war einmal ein Stadttor und Teil der Stadtmauer. Er ist etwa 17 Meter hoch. Schau auf halber Höhe: Dort ragt ein kleiner Erker heraus. Das war die Toilette der Wachen im Turm. 1403 wollte der Raubritter Johann von Quitzow die Altstadt überfallen. Er versteckte sich hinter einer Kirchenruine. Aber der Rat erfuhr davon, und die Bürger jagten ihn davon. In den Nischen des Turms sitzen Tiere aus Ton. Es sind acht, und eins davon ist ein Kamel. Findest du alle acht?
Koordinaten: 52.4122, 12.5515 · auf der Karte