Sie stehen vor dem Sekretariats- und Syndikatshaus am Altstädtischen Markt, in Nachbarschaft zum Rathaus. Der lange Name nennt zwei Häuser, und es sind auch zwei. Schauen Sie vom Markt aus nach links. Dort steht das Syndikatshaus, errichtet 1513 bis 1514. Ein Syndikus war der Bevollmächtigte für die Rechtsgeschäfte der Altstadt, und hier wohnte und arbeitete er. Die Altstadt hatte eine eigene, unabhängige Rechtsprechung, und am Markt lag auch die Gerichtslaube. Das Syndikatshaus ist ein schlichter zweistöckiger Putzbau mit Walmdach. An der freien Seitenwand liegt ein Stück des Fachwerks frei, auffällig ist ein vorkragendes Giebelohr. Etwa fünfzig Jahre später, um 1565, baute man südwestlich das Sekretariatshaus an. Es fällt durch den Renaissancegiebel auf. Der Schweifgiebel ist asymmetrisch, weil die Traufe zum Syndikatshaus hin ein Stockwerk höher liegt. Dadurch hat dieser Teil drei Stockwerke. Das Portal ist schlicht und korbbogig, im Giebel fallen Gesimse und Lisenen auf. Bei der letzten Sanierung bekamen beide Hälften verschiedene Farben. 1715 wurden Altstadt und Neustadt vereinigt, das Altstädtische Rathaus verlor seine Aufgabe, und das Syndikatshaus wurde nicht mehr kommunal genutzt. 1724 baute man barock um und vereinigte beide Häuser. Von 1753 bis 1803 lagerten hier Garne, Waren und Handwerkzeug, während im Rathaus die Barchentmanufaktur arbeitete. Im 19. Jahrhundert zog 1825 eine Elementarschule für Mädchen ein, 1867 kam eine Gemeindeschule für Jungen. Dann das Krankenhaus. Hinter dem Syndikatshaus baute man 1841 und 1842 einen zweiflügligen Neubau, 1843 wurde er eröffnet. Zunächst hatte er zwei Geschosse, ab 1855 drei. 1881 wurde auch das Vorderhaus vom städtischen Krankenhaus übernommen. Hier starb am 7. Mai 1901 das Brandenburger Original Fritze Bollmann. Nur knapp zwei Monate später zog das Hospital in das neue Städtische Klinikum an der Hochstraße. Das Wohlfahrtsamt zog ein, ab 1975 das Stadtarchiv. Bis 2002 wurde das Gebäude umfangreich saniert. Danach zog die Fouqué-Bibliothek ein, die städtische Bibliothek, in das Haus und in den anschließenden ehemaligen Krankenhausbau.
Sie stehen vor dem Sekretariats- und Syndikatshaus, einem Doppelhaus am Altstädtischen Markt. Der linke Teil entstand 1513 bis 1514, der rechte um 1565. Beide wurden 1724 baulich vereinigt. Nach einer Sanierung bis 2002 zog die städtische Fouqué-Bibliothek ein.
Dieses Haus sind eigentlich zwei Häuser. Das linke ist das Syndikatshaus, gebaut 1513 bis 1514. Hier wohnte und arbeitete der Syndikus, der sich um die Rechtsgeschäfte der Altstadt kümmerte. Das rechte ist das Sekretariatshaus von etwa 1565. Es hat einen Giebel mit geschwungenen Linien. Später war in dem Haus eine Schule, dann ein Krankenhaus. Dort starb 1901 Fritze Bollmann, ein bekanntes Brandenburger Original. Schließlich zog eine Bibliothek ein. Schau genau hin: Die beiden Hälften haben verschiedene Farben. Welche siehst du?
Koordinaten: 52.4138, 12.5541 · auf der Karte