
Sie stehen auf dem Dr.-Ruer-Platz, einem der großen Innenstadtplätze Bochums. Er ist einer der jüngsten, denn er entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Vorher sah es hier anders aus. Nördlich der heutigen Platzsituation endete die Altstadt mit dem städtischen Graben, nach dem die Grabenstraße benannt ist. Schon in den 1880er-Jahren war dieser Teil der Stadt bebaut. Hier führten die Wilhelmstraße, die heutige Huestraße, und die Louisenstraße entlang. An der Wilhelmstraße standen seit 1863 die Synagoge bis zu ihrer Zerstörung in der NS-Zeit, die jüdische Schule und das Gemeindezentrum. Sie lägen heute am südwestlichen Teil des Platzes. Nach dem Krieg und der Zerstörung der Innenstadt gab es hier einen großen Freiraum. Im Neuordnungsplan für den Wiederaufbau war an dieser Stelle kein Platz vorgesehen. Er entstand ab 1950 aus politischer Initiative. 1959 erhielt er den Namen des früheren Oberbürgermeisters Dr. Ruer. Otto Ruer war von 1925 bis 1933 im Amt und entscheidend für die Entwicklung der Stadt. Die Nationalsozialisten trieben den jüdischen Politiker 1933 in den Selbstmord. Die Benennung steht damit in einer Reihe mit Ortsbenennungen für Verfolgte der NS-Zeit, etwa dem Husemannplatz, dem Springerplatz und dem Imbusch-Platz. Der Platz wurde unterkellert, seit 1961 befand sich hier die Großtank- und Tiefgarage P2, die als älteste Tiefgarage Deutschlands gilt. In den 1980er-Jahren gestaltete der Architekt Karl Friedrich Gehse den Platz neu, doch der Plan blieb unvollständig. Vorgesehen war ein Obelisk zum Gedenken an Dr. Ruer. Stattdessen sind Erinnerungstafeln im Boden eingelassen. Sie wurden am 29. Juli 1983 eingeweiht, am fünfzigsten Todestag Ruers. Schauen Sie nach Norden. Dort begrenzt der Hauptsitz der Sparkasse den Platz, 1925 von Wilhelm Kreis entworfen und von 1927 bis 1929 von Bernhard Wielers errichtet. Dienstags und freitags ist hier Wochenmarkt, dazu kommen der Weihnachtsmarkt und der Bochumer Musiksommer.
Sie stehen auf dem Dr.-Ruer-Platz, einem der jüngsten Innenstadtplätze, entstanden ab 1950. 1959 wurde er nach dem früheren Oberbürgermeister Dr. Ruer benannt, der von 1925 bis 1933 im Amt war. Die Nationalsozialisten trieben den jüdischen Politiker 1933 in den Selbstmord.
Du stehst auf einem großen Platz mitten in der Stadt. Er heißt Dr.-Ruer-Platz. Otto Ruer war Oberbürgermeister von Bochum, von 1925 bis 1933. Er war Jude, und die Nationalsozialisten trieben ihn in den Tod. Der Platz ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden. Unter ihm gab es ab 1961 die älteste Tiefgarage Deutschlands. Heute ist hier dienstags und freitags Wochenmarkt. Was würdest du auf einem Wochenmarkt kaufen?
Koordinaten: 51.48027, 7.21883 · auf der Karte