Sie stehen auf der Museumsinsel, im nördlichen Teil der Spreeinsel, in der historischen Mitte Berlins. Fünf Museen stehen hier: das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Sie entstanden von 1830 bis 1930 im Auftrag der preußischen Könige nach Plänen von fünf Architekten. 1999 nahm die Unesco die Anlage als Gesamtheit ins Weltkulturerbe auf. Der Boden hier war im Mittelalter eine sumpfige Flussaue. Während im 13. Jahrhundert auf dem südlichen, höheren Teil der Insel die Stadt Cölln entstand, wurde der Norden erst viel später als Garten des Berliner Schlosses genutzt. Im 17. Jahrhundert legte man den Kupfergraben an, der den Nordteil entwässerte. Unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. rückte die Wirtschaft in den Vordergrund: 1748 wurde die Orangerie zu einem Packhof, am Kai stand ein hölzerner Drehkran, 1776 kam ein Mehllagerhaus dazu, später ein Salzmagazin. Dann der Gedanke an ein Museum. 1797 griff König Friedrich Wilhelm II. den Vorschlag des Archäologen Aloys Hirt auf. 1810 ordnete Friedrich Wilhelm III. an, eine öffentliche, gut gewählte Kunstsammlung anzulegen. 1822 legte Karl Friedrich Schinkel die Pläne für den Neubau vor. Der Bau des Alten Museums begann 1823 mit dem Zuschütten eines Verbindungskanals, 1830 wurde es eröffnet, als Preußens erstes öffentliches Museum. 1859 folgte das Neue Museum, 1876 die Nationalgalerie, 1904 das Kaiser-Friedrich-Museum, heute Bode-Museum, und 1930 das Pergamonmuseum. Erst gegen Ende der 1870er Jahre setzte sich der Name Museumsinsel allgemein durch. 1880 beschloss eine Konferenz der Museumsdirektoren, hier nur die sogenannte hohe Kunst zu zeigen. Das war damals ausschließlich Kunst aus Europa und dem Nahen Osten. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Museen zu über 70 Prozent zerstört. Der Wiederaufbau begann 1950 im Ost-Berliner Gebiet. Das am schwersten beschädigte Neue Museum blieb zunächst Ruine. Seit der Wiedervereinigung wird die Insel nach dem Masterplan von 1999 saniert und erweitert. Am 12. Juli 2019 eröffnete die James-Simon-Galerie als neues Besucherzentrum, und seit 2021 gibt es den U-Bahnhof Museumsinsel. Die Alte Nationalgalerie, 1876 eröffnet, ist das fünfte Haus der Insel und braucht eigene Zeit. Auf derselben Insel stehen außerdem der Berliner Dom am Lustgarten und das Humboldt Forum in den Formen des ehemaligen Berliner Schlosses. Auch sie brauchen eigene Zeit.
Sie stehen auf der Museumsinsel, im nördlichen Teil der Spreeinsel. Fünf Museen entstanden hier zwischen 1830 und 1930. Seit 1999 gehört die Anlage als Ganzes zum Weltkulturerbe der Unesco. Sie zählt zu den bedeutendsten Museumskomplexen Europas.
Du stehst auf der Museumsinsel. Hier liegen fünf große Museen nebeneinander auf einer Insel in der Spree. Früher war das Gelände sumpfig. Später gab es hier einen Garten und ein Lagerhaus für Waren, die mit Schiffen kamen. 1830 wurde das erste Museum eröffnet, danach kamen vier weitere dazu. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Museen zum größten Teil zerstört. Heute gehört die Museumsinsel zum Weltkulturerbe. Wie viele Museen stehen hier? Fünf.
Koordinaten: 52.521388888, 13.395555555 · auf der Karte