Sie stehen an der Stelle des ehemaligen Führerbunkers, nahe dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Heute befindet sich hier ein Parkplatz. Als Führerbunker bezeichnete man zwei der unterirdischen Luftschutzräume in Berlin, die Adolf Hitler in den letzten Wochen des NS-Staates als Führerhauptquartier dienten. Zur Geschichte: Von August 1935 bis Januar 1936 entstand im Garten der alten Reichskanzlei ein Festsaal mit Wintergarten. Der Luftschutzkeller darunter sollte Hitler als privater Bunker dienen. Am 18. Januar 1943 befahl Hitler den Bau eines weiteren, wesentlich stärkeren Bunkers, der an den Luftschutzkeller anschloss. Mit den Arbeiten begann man im April 1944. Am 16. Januar 1945 kehrte Hitler nach Berlin zurück und bezog seine Wohnräume in der Reichskanzlei. Sie wurden beim schweren Luftangriff am 3. Februar 1945 zerstört. Hitler zog in den Führerbunker, den er bis dahin nur zum Schlafen und während der Luftangriffe genutzt hatte. Im Lauf der nächsten Wochen verlegte er alle Aktivitäten dorthin, ebenso hielten sich sein engerer Stab und weitere Personen dort auf. Am 30. April 1945 nahm er sich im Bunker das Leben. In den Morgenstunden des 2. Mai gab der Kampfkommandant für Berlin, General Helmuth Weidling, den Befehl zur Einstellung aller Kampfhandlungen. Daraufhin besetzten Einheiten der Roten Armee den verlassenen Bunker. Nun zur Bauweise. Die Bunker lagen bis zu acht Meter unter der Erde, ihre Böden waren mit weißen Steingutfliesen ausgelegt, wie man sie aus Badezimmern kennt. Der Vorbunker hatte 23 Räume, der Hauptbunker ebenfalls. Beide waren weitgehend autark, mit gasdichten Stahltüren, Dieselaggregat und Luftfiltern. Die Decke des Hauptbunkers war laut unterschiedlichen Angaben um die vier Meter stark. Im Kartenraum fand täglich um 17 Uhr eine Lagebesprechung statt. Nach dem Krieg versuchte die Rote Armee, den Bunker zu sprengen. Dabei wurden die oberirdischen Aufbauten und die Innenwände stark beschädigt. Im Juni 1959 veranlasste die DDR-Regierung einen weiteren Sprengversuch, der erfolglos blieb. Danach deckte man die Ruinen mit einem Erdhügel ab. 1988 und 1989 wurde beim Bau von Wohnblöcken an der heutigen Wilhelmstraße die Stahlbetondecke des Hauptbunkers mit etwa der Hälfte der Außenwände entfernt, der Vorbunker ganz beseitigt. Wegen der hohen Kosten blieben Bodenplatte und Teile der Außenwände in der Erde. Der Grafiker Erhard Schreier konnte bei diesen Arbeiten Skizzen und Fotos anfertigen. Am 8. Juni 2006 stellte der Verein Berliner Unterwelten die Informationstafel an der Gertrud-Kolmar-Straße Ecke In den Ministergärten auf, um der Mythenbildung vorzubeugen. An die Reichskanzlei und den Bunker erinnert außerdem eine Tafel der Stiftung Topographie des Terrors an der Wilhelmstraße Ecke Voßstraße.
Sie stehen an der Stelle des früheren Führerbunkers. Er wurde ab April 1944 gebaut und diente Adolf Hitler in den letzten Wochen des NS-Staates als Führerhauptquartier. Heute ist hier ein Parkplatz. Eine Informationstafel an der Gertrud-Kolmar-Straße Ecke In den Ministergärten kennzeichnet den Ort.
Hier lag früher ein Schutzraum unter der Erde, der Führerbunker. Er war bis zu acht Meter tief. In den letzten Wochen des NS-Staates hielt sich dort Adolf Hitler auf. Nach dem Krieg versuchte man, den Bunker zu sprengen, später wurde er zum großen Teil entfernt. Heute ist hier ein Parkplatz, und eine Tafel erklärt den Ort. Über diese Zeit sprichst du am besten mit Erwachsenen. Frag doch, was sie darüber wissen.
Koordinaten: 52.5125, 13.3815 · auf der Karte