Sie stehen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, in der historischen Mitte Berlins, südlich des Brandenburger Tors. Es erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten ermordet wurden. Entworfen hat es Peter Eisenman. Es besteht aus ursprünglich 2711 quaderförmigen Betonstelen, errichtet zwischen 2003 und dem Frühjahr 2005 auf einer Fläche von 19.000 Quadratmetern. Am 10. Mai 2005 wurde es feierlich eingeweiht, seit dem 12. Mai 2005 ist es öffentlich zugänglich. Im ersten Jahr kamen über 3,5 Millionen Besucher. Der Ort: Das Gelände gehörte vor dem Zweiten Weltkrieg zu den sogenannten Ministergärten. Auf dem Grundstück stand die Stadtvilla von Joseph Goebbels. Ihr Bunker kam bei den Bauarbeiten wieder ans Licht und wurde nach einer Dokumentation im Erdreich versiegelt. Zwischen 1961 und 1989 lag die Fläche im unbebauten Geländestreifen östlich der Berliner Mauer. Zum Aufbau: Die Stelen stehen in parallelen Reihen auf einer gewellten Fläche, auf 54 Nord-Süd- und 87 Ost-West-Achsen. Sie sind zwischen einem halben und zwei Grad geneigt. Bei gleichem Grundriss sind sie unterschiedlich hoch, von ebenerdig bis 4,7 Meter. Die Wege zwischen den Stelen sind gleichmäßig 95 Zentimeter breit, zu schmal, um zu zweit nebeneinander zu gehen. Am Rand stehen 41 Bäume. Ursprünglich waren 4000 Stelen vorgesehen. Die Zahl 2711 hat nach Auskunft der Stiftung keine symbolische Bedeutung. Seit 2008 zeigen sich zunehmend Risse an den Stelen. Unter dem Feld liegt der Ort der Information, eine Gedenkausstellung auf 930 Quadratmetern. An Computerstationen sind rund vier Millionen Namen jüdischer Opfer des Holocaust einsehbar; die Datenbank beruht auf dem Gedenkbuch und auf der Namensdatenbank der Gedenkstätte Yad Vashem. Zur Geschichte: 1988 regte die Publizistin Lea Rosh den Bau an. 1994 wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, 528 Arbeiten gingen ein. Eine Entscheidung fiel zunächst nicht, 1995 lehnte Bundeskanzler Helmut Kohl den favorisierten Entwurf ab. 1997 wurden erneut Entwürfe eingeholt, am Ende stand der Entwurf von Peter Eisenman, ergänzt um einen Ort der Information. Am 25. Juni 1999 beschloss der Bundestag den Bau mit 312 gegen 207 Stimmen. Mit Gesetz vom 17. März 2000 übertrug die Bundesrepublik Bau und Unterhalt der neu gegründeten Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Der Bau begann am 4. April 2003.
Sie stehen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, südlich des Brandenburger Tors. Es erinnert an die rund sechs Millionen Juden, die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten ermordet wurden. Peter Eisenman entwarf es, eingeweiht wurde es am 10. Mai 2005.
Du stehst am Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Es erinnert an rund sechs Millionen Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Mehr dazu erfährst du am besten von Erwachsenen, die es dir erklären können. Das Denkmal besteht aus 2711 Betonblöcken, die in Reihen stehen. Sie sind verschieden hoch, die höchsten fast fünf Meter. Die Wege dazwischen sind so schmal, dass zwei Menschen nicht nebeneinander gehen können. Wenn du Fragen hast, sprich mit deinen Eltern oder Lehrern darüber.
Koordinaten: 52.513888888, 13.378888888 · auf der Karte