Sie stehen vor der Oberfrankenhalle, und wir machen hier einen Sprung von zweihundertvierzig Jahren. Das Opernhaus wurde für Hof und Stände gebaut, mit drei Logenrängen für drei Stände. Diese Halle wurde für alle gebaut, und sie kann fast nichts besonders gut, aber vieles. Das ist der Unterschied zwischen einer Residenzstadt und einer Bezirkshauptstadt. Zu den Daten. Der erste Spatenstich war am 14. August 1986, das Richtfest am 1. Oktober 1987, die Eröffnung am 29. Oktober 1988. Mehr als sechsundzwanzig Millionen Mark kostete der Bau. Die Halle fasst maximal 6100 Zuschauer; bei Spielen der Basketball-Bundesliga sind es 4000. Rund 50.000 Besucher kommen im Jahr. Im nahegelegenen Parkhaus stehen über 750 Parkplätze. Nach 2012 sollten 650.000 Euro investiert werden, vor allem um die Akustik zu verbessern. Dieser letzte Punkt ist aufschlussreich. Eine Mehrzweckhalle ist akustisch immer ein Kompromiss, weil Basketball und Konzert gegensätzliche Anforderungen stellen. Das Opernhaus hatte nur eine Aufgabe. Was hier stattfindet, lässt sich in drei Listen fassen. Erstens Sport: Heimspiele des BBC Bayreuth in der Basketball-Bundesliga, dazu Box-Weltmeisterschaftskämpfe, Handball-Bundesligaspiele, Volleyball-Länderspiele und Tanzsportturniere, etwa die Bavarian Dance Days. Zweitens Konzerte, seit der Eröffnung. Herbert Grönemeyer stand 1989 und 1992 hier, Udo Lindenberg 1990, Peter Maffay 1990, die Scorpions 1991, Fats Domino 1993, ZZ Top 1994, Bryan Adams und die Backstreet Boys 1997, Chris de Burgh und Joe Cocker im Jahr 2000. Drittens, und das ist der unerwartete Teil: Das Landesjustizprüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz nutzt die Halle regelmäßig als Prüfungsort für den schriftlichen Teil der Ersten Juristischen Staatsprüfung. Stellen Sie sich das vor. Derselbe Boden, auf dem ZZ Top gespielt haben, voller Einzeltische, und darüber Stille. Ein politisches Datum gehört noch hierher. Die erste Reise des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl nach dem Tag der deutschen Wiedervereinigung führte ihn am 4. Oktober 1990 nach Bayreuth, zu einer Wahlkampfkundgebung in dieser Halle. Einen Tag nach der Wiedervereinigung, in Oberfranken, in einer Sporthalle, die nicht einmal zwei Jahre alt war. Auf dem Weg zur nächsten Station verlassen wir die Gegenwart wieder und gehen zu dem Mann, dessen Name Bayreuth in der ganzen Welt bekannt gemacht hat.
Sie stehen vor der Oberfrankenhalle, einer Mehrzweckhalle für Sport, Konzerte und Tagungen. Eröffnet wurde sie am 29. Oktober 1988 und kostete mehr als 26 Millionen Mark. Maximal fasst sie 6100 Zuschauer. Sie gehört zum Bayreuther Sportpark.
Das ist eine große Halle für viele verschiedene Dinge. Sie heißt Oberfrankenhalle und wurde 1988 eröffnet. Bis zu 6100 Menschen passen hinein. Hier spielen die Basketballer von Bayreuth ihre Heimspiele. Es gab aber auch Boxkämpfe, Handball, Volleyball und Tanzturniere. Und viele Konzerte: ZZ Top waren da, die Backstreet Boys und Joe Cocker. Manchmal passiert hier etwas sehr Leises. Dann stehen überall Einzeltische, und junge Erwachsene schreiben ihre Prüfung, um Richterin oder Anwalt werden zu können. In derselben Halle, in der sonst alle schreien. Was würdest du in so einer Halle veranstalten?
Koordinaten: 49.9444, 11.585 · auf der Karte