Stadtohr

Stadtrundgang Bautzen · Station 6 von 16

Mühltor

1606 (heutige Form) · stadttor, stadtbefestigung, mühlen, dreißigjähriger krieg

Ausführlich

Sie stehen am Mühltor, dem kleinsten der mittelalterlichen Tore der Stadt. Es ist der einzige Zugang zur Stadt von der Westseite. Eine Quelle sagt, es wurde nach den Hussitenbelagerungen von 1429 und 1431 errichtet, die heutige Form stammt von 1606. Wikidata nennt 1500. Ich nenne die ältere Angabe, nach 1431, und sage dazu, dass es zwei gibt. Die Hussiten hatten Bautzen 1429 und 1431 erfolglos belagert. Das Tor war wahrscheinlich als Ausfalltor für künftige Verteidigungen des westlichen Abschnitts der Stadtmauer gedacht. Sein erster Name war Eselstor, nach dem Weg, der vom Spreetal hinauf zum Wendischen Kirchhof führte, dem Eselsberg. Über ihn wurden Mehl und Getreide auf Eseln zwischen den Mühlen im Spreetal und der Stadt transportiert. Schauen Sie auf die Fassade: unregelmäßig behauene Natursteine, ein Satteldach mit roten Ziegeln, und Spitzbögen aus handgestrichenen Ziegeln, die auf robusten Granitpfeilern ruhen. 1620, im Dreißigjährigen Krieg, spielte das Tor eine entscheidende Rolle. Es ermöglichte den städtischen Truppen den Zugang zur Ratsmühle an der Spree, die gegen angreifende sächsische Truppen verteidigt werden konnte. Nahezu alle Transporte aus dem Westen gelangten durch dieses Tor in die Stadt. Ein Torwächter schloss es abends um halb zehn und öffnete es am nächsten Morgen wieder. Im Obergeschoss war seine Wächterstube. Dieses Amt wurde erst 1835 abgeschafft. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt mehrmals von den Truppen Wallensteins, Sachsens und Schwedens belagert. Heute wird das Obergeschoss für Vorträge und Ausstellungen genutzt.

Kurzfassung

Sie stehen am Mühltor, dem kleinsten der mittelalterlichen Tore Bautzens. Es ist der einzige Zugang zur Stadt von der Westseite und entstand nach den Hussitenbelagerungen von 1429 und 1431. Seine heutige Form hat es seit 1606. Früher hieß es Eselstor.

Für Kinder

Dieses Tor ist das kleinste der alten Stadttore von Bautzen. Früher hieß es Eselstor. Warum? Auf dem Weg hinauf zum Tor trugen Esel Mehl und Getreide von den Mühlen unten an der Spree in die Stadt. Abends um halb zehn schloss ein Torwächter das Tor. Er hatte oben im Turm eine eigene Stube. Das Amt gab es bis 1835. Wie würdest du dich fühlen, wenn dir jeden Abend jemand das Stadttor zuschließt? Heute finden oben Vorträge und Ausstellungen statt.

Quellen

Koordinaten: 51.1809, 14.4206 · auf der Karte

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