Sie stehen vor dem Haus Dorotheenstraße 12. Es wurde 1719 gebaut, als eines der ersten Häuser in der neu eingerichteten Dorotheenstraße, für den vermögenden Frankfurter Bürger Johann Rothuber. 1722 erwarb Juliane von Günderode es, um es 1730 für 4.500 Gulden an den Geheimen Rat Samuel von Ploennis zu verkaufen. Der richtete in einem kleinen Anbau ein Labor ein und betrieb alchemistische Experimente. Berühmt wurde das Haus durch Louis Jacobi. 1837 kaufte Christian Jacobi, der Leiblakai des Landgrafen Ludwig und spätere Haushofmeister, das Haus. 1885 erbte sein Sohn Louis das Vaterhaus. Louis Jacobi war Architekt, Ehrenbürger von Bad Homburg und Wiedererbauer der Saalburg. Seinen Namen werden Sie auf diesem Rundgang noch öfter hören: Er leitete den Bau der Russischen Kapelle, er baute das Kaiser-Wilhelms-Bad, und er entwarf das Hölderlindenkmal. Ab 1867 baute er dieses Haus um, zunächst für seine Mutter, dann für sich. Die Haustür verlegte er von der Front nach hinten. 1870 baute er das Mansarddach in ein weiteres Geschoss um, um Platz für seine Bibliothek zu schaffen. 1880 ließ er die gesamte Hausfront mit Kieselsteinen bestücken. Drei Inschriften mit Sinnsprüchen aus dunklen Steinen sitzen über dem Balkon und seitlich vom Giebel. Schauen Sie sich die Fassade an: sieben Achsen, ungewöhnlich viele Fenster. Im Kern ist das Haus barock. Im Hof steht ein Nebengebäude, das Jacobi 1886 anbaute: eine zweigeschossige Holzkonstruktion in folkloristischer Gestaltung, in Teilen erhalten. In der Ecke hat sie einen sechsseitigen Turm mit buntgläsernen Butzenscheiben und einer Wetterfahne. Jacobi empfing hier viele prominente Gäste, darunter den späteren Kaiser Friedrich III. und am 21. April 1906 Kaiser Wilhelm II. mit seiner Frau. 1910 starb Louis Jacobi in diesem Haus. Sein Sohn Heinrich Jacobi und danach dessen Witwe Johanna nutzten es bis 1954. 1956 kaufte der Arzt Dr. Albin Müller das Haus. Seitdem ist es in Familienbesitz.
Sie stehen vor dem Haus Dorotheenstraße 12. Es wurde 1719 als eines der ersten Häuser der neu eingerichteten Dorotheenstraße gebaut. Später lebte hier der Architekt Louis Jacobi, der Wiedererbauer der Saalburg. Er ließ die Hausfront 1880 mit Kieselsteinen verzieren.
Dieses Haus hat vorne viele kleine Kieselsteine. Louis Jacobi ließ sie 1880 in die Hauswand setzen. Er war Architekt und wohnte hier. Schau dir die Wand genau an: Zwischen den Kieseln stehen Sprüche aus dunklen Steinen. Hinten am Haus steht ein kleines Nebenhaus mit einem sechseckigen Turm. 1906 kam sogar der Kaiser hier zu Besuch. Schon vor 1742 hatte hier ein Geheimer Rat in einem Anbau ein Labor und machte alchemistische Experimente. Welchen Spruch würdest du an dein Haus schreiben?
Koordinaten: 50.2266, 8.61356 · auf der Karte