Sie stehen vor der Trinkhalle. Wir sind im Kurgarten, und die Trinkhalle steht rechterhand des Kurhauses. Zum Kurhaus zuerst. Friedrich Weinbrenner entwarf es als Konversationshaus, errichtet wurde es 1821 bis 1825, und seit 1917 ist es Kurhaus. Weinbrenner begegnet Ihnen auf diesem Rundgang schon zum wiederholten Mal. Er war der großherzoglich-badische Oberbaudirektor und in fast allen Belangen zunächst der verantwortliche Planer der Anlagen rund um das Kurhaus. Dann die Trinkhalle selbst. Heinrich Hübsch, ein Schüler Weinbrenners, plante sie. Gebaut wurde sie 1839 bis 1842. Es ist ein zweigeteilter Massivbau. Den größeren Teil macht die Wandelhalle aus: langgestreckt, axialsymmetrisch, 90 Meter lang, mit Walmdach, nach Osten offen. 16 korinthische Säulen und monolithische Sandsteinsäulen tragen sie, davor steht eine steinerne Brüstung. Achten Sie auf den Dreiecksgiebel, die Skulpturenaufsätze und die breite Freitreppe. Westlich schließt die Brunnenhalle auf quadratischem Grundriss an. Dieser Brunnenraum beherbergte bis 2018 eine Tourist-Information und einen Ticket-Service mit bundesweitem Verkauf. Gehen Sie in die Halle hinein. An den Wänden hängen 14 hochrechteckige Wandbilder, Fresken von Jakob Götzenberger, einem Zeitgenossen Moritz von Schwinds. Sie zeigen Szenen aus Mythen und Sagen der Region und halten damit auch Ausflugsziele in der näheren Umgebung fest. Man liest sie von links, also von Süden, nach rechts, also nach Norden. Unter jedem Bild hängt eine Tafel mit Bildtitel und Text. Vor der Wandelhalle steht außerdem eine Büste. 1875 wurde dort eine Porträtbüste aus weißem Marmor auf hohem Granitsockel mit Inschrift zu Ehren des ersten deutschen Kaisers aufgestellt. Damit erhielt die Wandelhalle, wie es heißt, zusätzlich eine nationale Denkmalfunktion auf gesamtdeutscher Ebene. Mehr berichtet eine Quelle über das Haus nicht. Wofür die Halle im Alltag genutzt wurde, steht dort nicht, und das lasse ich deshalb offen.
Sie stehen vor der Trinkhalle im Kurgarten, rechts vom Kurhaus. Heinrich Hübsch, ein Schüler Friedrich Weinbrenners, plante sie, gebaut wurde sie von 1839 bis 1842. Ihre offene Wandelhalle ist 90 Meter lang und hat 16 korinthische Säulen. Innen zeigen 14 Wandbilder Sagen der Region.
Du stehst vor einer langen Halle mit Säulen. Sie ist 90 Meter lang und hat 16 Säulen. Hier im Kurgarten steht sie neben dem Kurhaus. Gebaut wurde sie von 1839 bis 1842. Geh hinein und schau dir die Wände an. Dort hängen 14 große Bilder. Sie erzählen Sagen aus der Gegend, und manche zeigen Ausflugsziele in der Nähe. Unter jedem Bild steht eine Tafel mit dem Titel und dem Text. Suche dir das Bild aus, das dir am besten gefällt. Was ist darauf zu sehen?
Koordinaten: 48.7618, 8.23678 · auf der Karte