Sie stehen vor dem Festspielhaus Baden-Baden. Mit 2500 Zuschauerplätzen gilt es als Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Es hat kein eigenes Ensemble. Opern, Konzerte und Ballett international renommierter Künstler und Ensembles bezahlt eine private Stiftung. Schauen Sie zuerst auf den Eingangsbereich. Der Neubau wurde unter architektonischer Integration des ehemaligen Baden-Badener Stadtbahnhofes errichtet, und der alte Bahnhof ist heute die Kassenhalle, dazu das Restaurant Aida und die Kinder-Musik-Welt Toccarion der Sigmund Kiener Stiftung. Architekt des Neubaus war der Wiener Wilhelm Holzbauer. Eröffnet wurde das Haus am 18. April 1998. Die Vorgeschichte ist eine Geldgeschichte. 1995 sicherten sich 2700 Interessenten aus der Region ein Anrecht auf Eintrittskarten des künftigen Hauses und zahlten dafür rund 700.000 D-Mark in eine Stiftung ein. Kurz darauf bewilligte das Land nach längeren politischen Auseinandersetzungen einen jährlichen Zuschuss von fünf Millionen D-Mark. Erwartet wurden Baukosten von 125 Millionen D-Mark. Ein Freundeskreis unter dem Vorsitz des ehemaligen Ministerpräsidenten Lothar Späth sollte den Bau unterstützen, ein Fonds der Südwestdeutschen Landesbank die Finanzierung sichern. Das Haus war von Anfang an als privat finanzierter Kulturbetrieb geplant. Seit 2000 wird es als das einzige deutsche Opernhaus bezeichnet, das im Betrieb ohne Subventionen auskommt. Die Einschränkung steht im selben Quelle: Miete und Instandhaltung tragen Stadt und Land je zur Hälfte. Rund 3,5 Millionen Euro jährlich fließen an einen Immobilienfonds, über den der Bau finanziert wurde, und Kritiker rechnen bis zum Ende der Fondslaufzeit 2020 mit Subventionen von 200 Millionen Euro. 2021 erwarb die Stadt die Immobilie für 18,4 Millionen Euro, wie schon zur Eröffnung geplant. Etwa 2000 Privatförderer unterstützen das Programm jährlich mit rund acht Millionen Euro. Das Budget von 20 Millionen Euro stammt zu rund zwei Dritteln aus Kartenverkauf, Gastronomie und Rechteeinnahmen und zu rund einem Drittel aus Förderung und Sponsoring. Die Auslastung lag 2012 bei 85 Prozent. Und das Programm: Sieben Festivals gliedern das Jahr, darunter die Osterfestspiele der Berliner Philharmoniker und die Winterfestspiele zu Weihnachten. Zu den großen Produktionen zählt der Ring des Nibelungen von 2003 und 2004 unter Valery Gergiev. Seit 2008 gibt es ein Kinder- und Jugendprogramm. Am 21. November 2019 wurde hier der Medienpreis Bambi verliehen.
Sie stehen vor dem Festspielhaus Baden-Baden. Es wurde am 18. April 1998 eröffnet und hat 2500 Plätze. Damit gilt es als Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Es hat kein eigenes Ensemble und wird von einer privaten Stiftung getragen. Der frühere Stadtbahnhof ist in den Neubau einbezogen.
Du stehst vor einem riesigen Haus für Musik. Es heißt Festspielhaus und hat 2500 Plätze. Damit ist es das größte Opern- und Konzerthaus in Deutschland. Eröffnet wurde es am 18. April 1998. Schau auf den Eingang: Hier war einmal der Bahnhof der Stadt. Heute gibt es in diesem alten Bahnhof eine Kassenhalle, ein Restaurant und die Kinder-Musik-Welt Toccarion, die das ganze Jahr geöffnet ist. Welches Instrument würdest du am liebsten in einem Orchester spielen?
Koordinaten: 48.7669, 8.23229 · auf der Karte