Sie stehen vor dem Hotel Badischer Hof. Es war das erste Luxushotel in Baden-Baden und das erste Palasthotel in Deutschland. Vorher war es ein Kloster, und der Wechsel hat seine Pointen. 1630 stiftete Markgraf Wilhelm von Baden-Baden das Kapuzinerkloster, im Zuge der gegenreformatorischen Bewegung. Er tat das aus dankbarer Erinnerung an zwei Kapuziner, die ihm 1622 die freudige Nachricht vom Sieg Tillys über den protestantischen Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach überbracht hatten. Gebaut wurde das Kloster südwestlich der Stadt, vor der Stadtmauer am linken Ufer der Oos. Der Kaiser erlaubte den Ordensmännern die Nutzung des Thermalwassers. Diese Nutzung besteht bis heute: In den Zimmern des Klosterbaus fließt laut Wikipedia 37 Grad warmes Thermalwasser direkt in die Badewannen. 1689 rückten 30.000 französische Soldaten in das Gebiet zwischen Rhein und Neckar ein und zerstörten die Stadt. Das anfangs verschonte Kloster wurde am 6. November 1689 niedergebrannt. Zwischen 1694 und 1698 stellte man es wieder her. Am 12. Februar 1807 wurde das Kloster aufgehoben und enteignet. Die Kapuziner mussten nach Bruchsal ziehen und waren darüber sehr verärgert. Also fällten sie die imposante Zeder im Klosterhof, verkauften das kostbare Holz an einen Schreiner und nahmen unter anderem ein vermeintliches Dürerbild mit. Der Geheime Rat des Großherzogtums entschied, dass sie die Einnahmen aus dem Zedernholz als Entschädigung zurückzahlen mussten. Dann kam Cotta. Der Stuttgarter Verleger Johann Friedrich Cotta hatte schon lange die Idee, das erste Luxushotel Europas zu bauen. 1807 bot sich die Gelegenheit, durch den bekannten Architekten Friedrich Weinbrenner das alte Kloster in seinem Sinne umbauen zu lassen. Der Speisesaal erhielt 18 dorische Säulen, die über drei Stockwerke reichen. Die Zimmersuiten entstanden über den ehemaligen Mönchszellen, den Kreuzgarten überwölbte man zum Speisesaal. Am Ende hatte das Haus 100 Zimmer und Salons, Bäder mit Thermalwasser, Konversations-, Lese- und Rauchzimmer, eine Galerie, einen Frühstückssalon und einen großen Park. Schauen Sie in den Garten des Hotels. Dort steht seit 1925 ein Dreischalenbrunnen von Ernst Walker, betrieben mit Thermalwasser. Er war lange Zeit das Erkennungszeichen des Südwestfunks und wurde zu einem Wahrzeichen Baden-Badens. Feuer begleitet dieses Haus. Am 1. Oktober 1949 brannte es, der Speisesaal wurde zerstört, der Dachstuhl ging in Flammen auf. Am 27. Mai 1950 nahm das Hotel unter der Hoteliersfamilie Steigenberger den Betrieb wieder auf. Am 2. September 2021 zerstörte ein Feuer den Dachstuhl des Altbaus, der Schaden wurde auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Nach einer Quelle wurde das Haus im Sommer 2026 wiedereröffnet und wird seitdem von Leonardo Hotels geführt.
Sie stehen vor dem Hotel Badischer Hof. Es entstand 1807 bis 1809, als Friedrich Weinbrenner ein altes Kapuzinerkloster umbaute. Es war das erste Luxushotel in Baden-Baden und das erste Palasthotel in Deutschland. In den Zimmern des Klosterbaus fließt 37 Grad warmes Thermalwasser in die Badewannen.
Du stehst vor einem Hotel, das früher ein Kloster war. Hier lebten Mönche, die Kapuziner heißen. Als sie weg mussten, ärgerten sie sich. Sie fällten einen großen Zedernbaum im Hof und verkauften das Holz. Doch sie mussten das Geld zurückzahlen. Danach baute ein Architekt das Kloster zum Hotel um. Die Gästezimmer entstanden über den früheren Zellen der Mönche. In den Zimmern des alten Klosterbaus fließt 37 Grad warmes Wasser direkt in die Badewannen. Schau in den Garten: Dort steht ein Brunnen mit drei Schalen. Kannst du sie zählen?
Koordinaten: 48.7652, 8.2364 · auf der Karte