Sie stehen vor dem Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1, dem ältesten Museum der Stadt. Zuerst zum Haus. Der kaiserliche Rat Leonhard Beck von Beckenstein ließ es von 1544 bis 1546 errichten, mit der Renaissance-Fassade, die Sie vor sich haben. Schon ein Jahr später musste er es aus finanziellen Gründen verkaufen, an den Kaufmann und Bürgermeister Jakob Herbrot. Anfang des 18. Jahrhunderts wohnte hier der Kupferstecher Elias Christoph Heiß, der für die Deckenfresken des Felicitassaales den Tiroler Maler Melchior Steidl beauftragte. Dann der lange Abschnitt, der gern übersehen wird: Von 1706 bis 1853 war dieses Haus ein evangelisches Waisenhaus, ein Armenkinderhaus. Hundertsiebenundvierzig Jahre. 1853 kaufte die Stadt Augsburg das Gebäude und richtete darin das erste Augsburger Museum ein, eröffnet am 28. Dezember 1854. Verdient gemacht hat sich darum unter anderem der damalige Stadtarchivar Theodor Herberger. 1856, anlässlich eines Besuchs des bayerischen Königs Maximilian des Zweiten, erhielt es seinen Namen, damals noch mit Fugen-s geschrieben: Maximiliansmuseum. Über mehr als fünfzig Jahre beherbergte es die Sammlungen mehrerer Vereine, des Naturhistorischen Vereins, des Historischen Vereins für Schwaben und des Technischen Vereins. 1905 wurde die naturkundliche Sammlung herausgenommen und 1906 als eigenes Museum eröffnet, der Vorgänger des heutigen Naturmuseums. Nun der Grund, warum diese Station auf dem Rundgang steht. Ein Glasdach überwölbt heute den Innenhof, den Viermetzhof. Dort stehen die Original-Statuen der Augsburger Prachtbrunnen von Adriaen de Vries und Hubert Gerhard. Abgase und andere Umwelteinwirkungen haben sie im Stadtbild angegriffen, deshalb wurden sie draußen durch Replikate ersetzt und die Originale nach der Renovierung im Jahr 2000 hier aufgestellt. Zwei dieser Brunnen besuchen wir noch, den Merkurbrunnen und den Herkulesbrunnen. Was draußen auf der Säule steht, ist ein Bronzeabguss. Das Original steht hier drin, trocken. Und noch eine Sammlung, die es so nur einmal gibt: die Modellkammer. Seit der Renaissance sammelte Augsburg Entwurfs- und Erinnerungsmodelle geplanter und abgerissener Gebäude sowie Technik-Modelle zur städtischen Wasserversorgung. Im Rathaus gab es einen eigenen Raum dafür. Im Zweiten Weltkrieg wurde diese weltweit einzigartige Sammlung aus dem Rathaus in Sicherheit gebracht und so gerettet. Heute steht sie hier. Dazu kommt eine Münzsammlung mit etwa tausend mittelalterlichen, zweitausend augsburgischen und zweitausend auswärtigen Münzen sowie etwa fünftausend Medaillen, die bedeutendste Sammlung an Münzen der freien Reichsstadt Augsburg in öffentlicher Hand. 2007 bekam das Museum den Bayerischen Museumspreis.
Sie stehen vor dem Maximilianmuseum am Fuggerplatz 1, dem ältesten Museum Augsburgs. Die Stadt kaufte das Patrizierhaus 1853 und eröffnete das Museum am 28. Dezember 1854. Es zeigt die Geschichte der Reichsstadt bis 1805. Im Innenhof stehen die Originalfiguren der Prachtbrunnen.
Dieses Haus ist das älteste Museum der Stadt. Vorher war es fast 150 Jahre lang ein Waisenhaus für Kinder ohne Eltern. Erst danach kaufte die Stadt das Haus und machte 1854 ein Museum daraus. Drinnen im Innenhof stehen die echten Brunnenfiguren aus Bronze, die früher draußen in der Straße standen. Die Luft und der Regen haben sie angegriffen. Deshalb hat man sie hereingeholt und draußen Kopien aufgestellt. Im Museum gibt es auch Modelle von Häusern, die es nicht mehr gibt. Welches Haus würdest du als Modell bauen?
Koordinaten: 48.3677985, 10.8964946 · auf der Karte