Sie stehen vor der Hofbibliothek, die im Schloss Johannisburg untergebracht ist. Heute ist sie eine öffentliche wissenschaftliche Bibliothek und die Regionalbibliothek für die Region Untermain, also für die Stadt Aschaffenburg und die Landkreise Aschaffenburg und Miltenberg. Ihre Wurzeln liegen bei den Büchersammlungen der Kurfürsten von Mainz. Albrecht von Brandenburg vermachte seine Bücher, darunter Prachthandschriften, der Mainzer Dombibliothek, die 1803 teilweise nach Aschaffenburg kam. Zuvor hatte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal 1794 seine Sammlung hierher gebracht. Er gilt als Begründer der Bibliothek. 1802 fügte Kurfürst Karl Theodor von Dalberg die eigene Bibliothek hinzu. Von 1803 bis 1810 gehörte sie dem für Dalberg neu gegründeten Fürstentum Aschaffenburg, dann bis 1814 dem Großherzogtum Frankfurt. 1814 kam sie in die staatliche bayerische Verwaltung. Schenkungen der Jesuitenkollegs in Aschaffenburg und Ravensburg vermehrten den Altbestand. Und dieser Altbestand ist der eigentliche Schatz: 58 Handschriften, 162 Inkunabeln, also frühe Drucke, darunter eine zweibändige Gutenberg-Bibel aus der Mainzer Kartause, und 30.000 Bände vor 1900. Hinzu kommen 56.000 Bände nach 1900. Das berühmteste Stück ist das Mainzer Evangeliar, der Codex aureus, um 1250 entstanden und eines der bedeutendsten Werke der deutschen Malerei des 13. Jahrhunderts. Wer es in Auftrag gegeben hat, ist unbekannt. Die außergewöhnlich kostbare Ausstattung legt aber nahe, dass der mächtige Mainzer Erzbischof der Stifter war. Es lag zeitweise im Mainzer Domschatz und wird seit 1803 hier aufbewahrt. Seit 1962 betreut die Hofbibliothek als Dauerleihgabe auch die Stiftsbibliothek, mit etwa 25.500 Titeln, 86 Handschriften und 586 Inkunabeln. Sie enthält Reste der Bibliothek des Kollegiatstifts St. Peter und Alexander und des 1773 aufgehobenen Jesuitenkollegs. Bibliothekare waren unter anderem Wilhelm Heinse von 1787 bis 1803 und Joseph Merkel von 1810 bis 1866; Merkel vollendete die Neuordnung mit Signaturen. In denselben Räumen liegt auch das Hugo-Dingler-Archiv mit dem Nachlass des Philosophen Hugo Dingler.
Sie stehen vor der Hofbibliothek im Schloss Johannisburg. Sie geht auf die Büchersammlungen der Mainzer Kurfürsten zurück. 1794 brachte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal seine Sammlung nach Aschaffenburg. Heute ist sie die Regionalbibliothek für den bayerischen Untermain.
Hier im Schloss gibt es eine Bibliothek mit sehr vielen alten Büchern. Sie geht auf die Bücher der Kurfürsten von Mainz zurück. 1794 brachte einer von ihnen seine Sammlung nach Aschaffenburg. Heute hat die Bibliothek 58 Handschriften, das sind Bücher, die mit der Hand geschrieben wurden. Ein Buch ist besonders kostbar: das Mainzer Evangeliar. Es entstand um 1250. Rechne nach: Wie viele Jahre ist das her? Und noch etwas liegt hier: eine Gutenberg-Bibel in zwei Bänden.
Koordinaten: 49.9761, 9.14111 · auf der Karte