Sie stehen am Hotel Platengarten, einem Gebäudeensemble am Schloßplatz, gegenüber der Residenz. Hinten grenzt es an den Hofgarten. Der linke Teil, Promenade 30, ist das ehemalige Kavaliers- und Küchenmeisterhaus. Es hat noch heute das typische Mansarddach. Im breiten Tordurchgang zum Hof sehen Sie ein sehr detailliert gearbeitetes antikes Relief. Zuerst die Küche. 1737 erteilte Markgraf Carl Wilhelm Friedrich, genannt der Wilde Markgraf, seinem Küchenmeister und Mundkoch Aegidius Michael Leitner die Traiteursgerechtigkeit. Seitdem konnte Leitner in seinem Haus am Paradeplatz nicht nur Kavaliere des Hofes, sondern auch Bürger und Fremde verköstigen und beherbergen. Diese Gerechtigkeit steht bis heute im Grundbuch von Ansbach. Dann der Name. In Ansbach wurde der Dichter August Graf von Platen-Hallermünde geboren. Nach seinem Tod errichteten ihm Freunde und Verehrer 1860 ein Denkmal aus Erz, mit einem Beitrag von König Maximilian II. Der Dichter steht in der Kleidung seiner Zeit, ohne Kopfbedeckung, in der rechten Hand einen Griffel, in der linken ein Buch. Halbig modellierte die Statue, gegossen wurde sie in der königlichen Erzgießerei in München. Der erste Unterbau aus Kelheimer Dolomit hielt schlecht und wurde 1887 erneuert. Der angrenzende Gasthof trägt seit 1865 den Namen Platengarten. Auf dem Wirtshausschild sehen Sie das Wappen der Grafen von Platen mit den drei Rosen. Zuletzt das Wasser. Das Haus ist an die markgräflichen Röhrenfahrten angeschlossen, an den Zweig Kaltenklinger Röhre. Im 17. Jahrhundert wurde die Altstadt über Eichenrohre mit Wasser aus den Ausläufern der Frankenhöhe versorgt. Das Röhrensystem besteht größtenteils noch, kann aber nicht mehr für Trinkwasser genutzt werden. Der Freistaat Bayern hält die Leitungen als Rechtsnachfolger des Markgraftums instand. Im Lindenhof speist das Brunnenwasser ein Fischbassin.
Sie stehen am Hotel Platengarten am Schloßplatz, gegenüber der markgräflichen Residenz. Der linke Teil, Promenade 30, ist das ehemalige Kavaliers- und Küchenmeisterhaus. 1737 erhielt der Küchenmeister Aegidius Michael Leitner das Recht, Bürger und Fremde zu verköstigen und zu beherbergen.
Du stehst vor einem alten Hotel, gegenüber dem Schloss. Früher war es das Haus des Kochs vom Markgrafen. 1737 bekam er das Recht, nicht nur die Leute vom Hof zu bewirten, sondern auch Bürger und Fremde. Dieses Recht steht noch heute im Grundbuch. Auf der anderen Straßenseite steht ein Denkmal aus Erz. Es zeigt den Dichter August Graf von Platen, der in Ansbach geboren wurde. In der einen Hand hält er einen Griffel, in der anderen ein Buch. Nach ihm heißt das Hotel. Im Hof speist Brunnenwasser ein Fischbecken. Was würdest du hier gern essen?
Koordinaten: 49.3019, 10.5774 · auf der Karte