Sie stehen vor dem Anscavallo. Gehen Sie ruhig einmal um das Tier herum. Es ist ein Pferd aus Bronze, das auf zwei getrennten Sockeln steht. Das einzige Vorderbein ist eine gedrechselte Stange. Darüber sitzt die eiförmige Brust, dann der schwanenartige Hals und der Kopf mit drei Augen. Die Mähne besteht aus Zahnradteilen. Der Bauch ist geringelt, das Gesäß füllig, der Schwanz zerzaust und aus gegossenem Rebholzhaar. Hinten steht das Tier auf einem Doppelstandbein mit barockartigem Profil. Auf dem hinteren Sockel liegen goldfarbene Pferdeäpfel. Das Tier ist zweigeteilt. Der vordere Teil steht für die Technik, der hintere, realistischer gestaltete Teil für die Natur. Das Anscavallo erinnert an barocke Reitpferde und an das Steckenpferd Kaspar Hausers. Es verweist außerdem auf Ansbach als Garnisonsstadt und auf die Verbindung von Tradition und Moderne. Der Name ist ein Wortspiel. Ans- stammt von Ansbach, cavallo ist das italienische Wort für Pferd und soll auch an die Kavallerie erinnern. Der Bildhauer Jürgen Goertz stellte die Plastik am 25. Juli 1993 auf, nach einem Ideen-Wettbewerb zur Gestaltung des Platzes nahe dem Haupteingang der Residenz. Das Anscavallo ist das größte von mehreren Kunstwerken auf dem Schlossplatz. Daneben stehen zwei Wartehäuschen mit einer Flugente auf dem Dach und der Ansbachchantin, ein Brunnen, der eine Amazonin beim Weingenuss zeigt und darum herum verschiedene Räder als Symbol für den regen Verkehr. Das Anscavallo wurde in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert und teils kritisch aufgenommen, bis hin zu Bestrebungen, die Skulptur wieder abbauen zu lassen. Als Nächstes folgt das Retti-Palais.
Sie stehen vor dem Anscavallo auf dem Ansbacher Schlossplatz. Der Bildhauer Jürgen Goertz stellte die Bronzeskulptur am 25. Juli 1993 auf. Der Name verbindet Ansbach mit dem italienischen Wort für Pferd. Das Tier hat nur ein Vorderbein, einen dreiäugigen Kopf und eine Mähne aus Zahnradteilen.
Du stehst vor einem seltsamen Pferd aus Bronze. Schau genau hin: Es hat nur ein Vorderbein, und das ist eine Stange. Der Kopf hat drei Augen. Die Mähne besteht aus Zahnrädern. Hinten liegen goldfarbene Pferdeäpfel. Vorne steht das Pferd für die Technik, hinten für die Natur. Gemacht hat es der Künstler Jürgen Goertz im Jahr 1993. Nicht alle Leute mochten das Pferd. Manche wollten es sogar wieder abbauen. Findest du es schön, komisch oder beides?
Koordinaten: 49.3020614, 10.5770159 · auf der Karte