Sie stehen in der Salzgasse, vor der Hausnummer 5. Der Straßenname hat mit dem Salzhandel zu tun: Auf der Vils ging das Eisen nach Regensburg, und auf der Rückfahrt hatten die Schiffe Salz geladen. An diesen Salzhandel erinnern in Amberg Straßennamen wie Salzstadelplatz, Salzgasse oder Hallplatz. In dieser Gasse steht die Synagoge, ein geschütztes Baudenkmal. Die jüdische Gemeinde war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts neu entstanden. Zunächst konnte sie sich 1881 einen Betsaal einrichten. Im August 1896 konnten dann zwei aneinandergrenzende Gebäude erworben werden, die früher im 19. Jahrhundert als Wohnhäuser errichtet worden waren. Im Erdgeschoss wurde ein Betsaal eingebaut. Die Einweihung der Synagoge war am 12. Januar 1897. Schauen Sie sich das Haus an: ein zweigeschossiger Walmdachbau mit Putzgliederungen. Das Portal hat einen Sprenggiebel. Dann der November 1938. Beim Novemberpogrom zerstörten SA-Mitglieder die Inneneinrichtung der Synagoge. Zuvor hatte der nationalsozialistische Oberbürgermeister Josef Filbig zu den SA-Männern gesprochen und sie aufgehetzt. Der NSDAP-Kreisleiter Arthur Kolb hatte zunächst gefordert, die Synagoge zu sprengen, in Brand zu setzen oder abzureißen. Das wurde ihm ausgeredet, mit Blick auf die Lage in der eng bebauten Altstadt. Nach dem Willen des Kreisleiters wäre von dem Gebäude nichts geblieben. So aber blieb es erhalten. 1945 begründeten die in der Stadt untergebrachten jüdischen Displaced Persons die jüdische Gemeinde neu. Am 15. August 1945 konnte in der Synagoge wieder ein Gottesdienst gefeiert werden. Heute: Nach dem Stand von 2018 sind die Fassade und viele Räume von Synagoge und Gemeindehaus sanierungsbedürftig. Im Juli 2018 stellte Rabbiner Elias Dray die Pläne für die anstehenden Baumaßnahmen zu Sanierung und Umbau vor.
Sie stehen vor der Synagoge in der Salzgasse 5. 1896 wurden zwei Wohnhäuser erworben und ein Betsaal eingebaut, am 12. Januar 1897 wurde sie eingeweiht. Im Novemberpogrom 1938 zerstörten SA-Männer die Einrichtung, das Haus blieb stehen. 1945 begründeten jüdische Displaced Persons die Gemeinde neu.
Hier in der Salzgasse steht die Synagoge von Amberg. Eine Synagoge ist ein jüdisches Gotteshaus. Sie wurde 1896 in zwei früheren Wohnhäusern eingerichtet. Im November 1938 zerstörten SA-Männer die Einrichtung im Inneren. Das Haus selbst blieb stehen, denn es liegt mitten in der eng bebauten Altstadt. Nach dem Krieg, 1945, gründeten jüdische Menschen, die in der Stadt untergebracht waren, die Gemeinde neu. Schon am 15. August 1945 feierten sie hier wieder Gottesdienst. Was meinst du: Warum ist es wichtig, dass dieses Haus noch steht?
Koordinaten: 49.44409, 11.858502 · auf der Karte