Willkommen in Amberg. Wir beginnen am Marktplatz, vor der Basilika St. Martin, der größten gotischen Hallenkirche der Oberpfalz. Zuerst ein Blick auf die Stadt, denn ohne sie versteht man diese Kirche nicht. Amberg wurde 1034 als Ammenberg zum ersten Mal urkundlich erwähnt. In einer Urkunde vom 24. April schenkte Kaiser Konrad II. dem Bamberger Bischof alle Rechte, die Kaiser und Herzog im Ort besaßen. Im Mittelalter war Amberg ein bedeutender Umschlagplatz für Eisen und Eisenerz. Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert war das Amberger Land eines der Zentren des Eisenerzbergbaus in der Oberpfalz. Das Eisen ging auf der Vils nach Regensburg, und auf der Rückfahrt hatten die Schiffe Salz geladen. Was sich die Stadt damit leistete, sehen wir später an den Stadttoren. Die Bürger begannen den Bau dieser Kirche 1421, im spätgotischen Stil. Davor stand hier eine dreischiffige romanische Basilika mit Doppelturmfassade und Chorturm, auf dem Bereich des heutigen Langhauses. Die neue Kirche ist zweiundsiebzig Meter lang und fast achtundzwanzig Meter breit, eine Hallenkirche mit einem gemeinsamen Dach über allen drei Schiffen. Neunzehn Kapellen umgeben sie wie ein Kranz, nach oben schließt sie eine gemeinsame Empore ab. Schauen Sie den Turm hinauf: Er ist fast zweiundneunzig Meter hoch, öffentlich zugänglich und prägt das Stadtbild. Die Bauform wurde Vorbild für viele Kirchen im sächsischen Bergbaugebiet, darunter den Freiberger Dom. Den Dachstuhl sehen Sie von hier nicht. Balken und Sparren sind jeweils fast achtundzwanzig Meter lang. Es ist eine freitragende Konstruktion aus Ganzholzbalken, die von Außenwand zu Außenwand reicht. Für seine Zeit ist dieser Dachstuhl einzigartig. Die Kirche hat mehrere Glaubensrichtungen erlebt. Ab 1544 wurden hier protestantische Gottesdienste gehalten. 1557 ordnete Kurfürst Ottheinrich einen Bildersturm an. Die Calvinisten entfernten Nebenaltäre und Bildwerke, später wurde die Kirche ganz ausgeräumt. Nach der Gegenreformation bekam sie einen barocken Hochaltar mit einem Gemälde von Caspar de Crayer, einem Schüler von Peter Paul Rubens. 1703 wurde sie im Spanischen Erbfolgekrieg beschossen, die alten Glasfenster gingen zu Bruch. 1720 musste der Turm wegen schwerer Schäden neu aufgebaut werden; er bekam die Form, die Sie heute sehen. Zwischen 1869 und 1879 wurde die Kirche regotisiert. Zum Schluss die Glocken. Neun Bronzeglocken hängen in zwei Glockenstuben. Die älteste, die Elferin, wurde am 24. Juli 1318 gegossen. Die gesprungene Sperrglocke läutete vor der abendlichen Schließung der Stadttore. Die Armesünderglocke läutete bei Hinrichtungen.
Sie stehen vor der Basilika St. Martin, an der Südseite des Marktplatzes. Es ist die größte gotische Hallenkirche der Oberpfalz. Die Amberger Bürger begannen den Bau 1421. Der Turm ist fast zweiundneunzig Meter hoch und prägt bis heute das Stadtbild.
Du stehst vor der größten gotischen Hallenkirche der Oberpfalz. Sie ist zweiundsiebzig Meter lang. Ihr Turm ist fast zweiundneunzig Meter hoch, und Besucher dürfen hinein. Neunzehn kleine Kapellen stehen wie ein Kranz um die Kirche. Oben hängen neun Glocken. Die älteste heißt Elferin und wurde am 24. Juli 1318 gegossen. Eine kleine Glocke ist gesprungen. Früher läutete sie am Abend, bevor die Stadttore geschlossen wurden. Rechne einmal nach: Wie viele Jahre ist die Elferin alt?
Koordinaten: 49.444871403, 11.857874684 · auf der Karte