Stadtohr

Stadtrundgang Amberg · Station 3 von 16

Stadtmuseum Amberg

1902 · museum, stadtgeschichte, industrie, handwerk

Ausführlich

Sie stehen vor dem Stadtmuseum Amberg. Das Haus ist der Baustadel, ein Lagergebäude des 15. und 16. Jahrhunderts. Seit 1989 ist das Museum hier neu aufgestellt, 2001 und 2002 kam ein Anbau dazu. Das Museum selbst ist älter als der Baustadel: Wikidata nennt das Jahr 1902. Dieses Museum erzählt die Stadt in Gegenständen. Der Rundgang beginnt in der kurfürstlichen Zeit, von 1329 bis 1803. In der Abteilung „Ansichtssache – das Bild der Stadt“ zeigen hundert Objekte, wie Amberg aussah und wie es sich vom 16. zum 20. Jahrhundert wandelte. Dann wird es alltäglich. Ein Krämerladen und eine Amberger Bäckerei erinnern an das Geschäftsleben. Die Einrichtung einer Zahnarztpraxis von 1880 zeigt mit Bohrer, Zahnzangen und Spritzen die unangenehmeren Seiten der vergangenen Jahrhunderte. Sie gehen auch durch den Verkaufsraum der Adlerapotheke. Seine Einrichtung stammt aus der Zeit um 1875 und war bis 2007 in Amberg in Gebrauch. Im Foyer stehen die erhaltenen Einrichtungsteile der Oberen Apotheke von 1739 bis 1750. Weiter geht es mit Kleidung aus zweihundert Jahren, von 1800 bis heute, und mit regionalem Handwerk: Friseur, Schuhmacher, Goldschmied. Für die Industrie steht die Königlich Bayerische Gewehrfabrik Amberg, die von 1801 bis 1919 bestand. Sie war die einzige Gewehrfabrik Bayerns. Die Sammlung Amberger Fayence und Steingut hat rund tausend Objekte: Fayencen aus den Jahren 1759 bis 1800, Steingut von etwa 1795 bis 1913. Und dann Email. Die Emailwarenfabrik Gebrüder Baumann bestand von 1872 bis 1986. Um 1900 hatte sie bis zu 2500 Mitarbeiter, war eines der größten Unternehmen der Oberpfalz und exportierte weltweit. Gezeigt wird, wie die Blechwaren hergestellt wurden und wie vielfältig sie waren, vom Kochtopf bis zum Nachttopf. Zum Schluss werden drei bekannte Amberger vorgestellt. Josef Friedrich Schmidt, der Erfinder des Brettspiels „Mensch ärgere Dich nicht“. Josef Leonhard Schmid, der Gründer des Münchner Marionettentheaters. Und der Künstler Michael Mathias Prechtl. Ihm ist seit 2016 eine Dauerausstellung gewidmet, mit über hundert Originalzeichnungen, Gemälden und Plakaten.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Stadtmuseum Amberg. Es ist seit 1989 im Baustadel untergebracht, einem Lagergebäude des 15. und 16. Jahrhunderts. Die Sammlung zeigt, wie Amberg vom 16. bis ins 20. Jahrhundert lebte, von der Zahnarztpraxis bis zum Emailgeschirr.

Für Kinder

Hier erfährst du, wie die Menschen in Amberg früher gelebt haben. Das Museum steht in einem Baustadel, das war ein Lagerhaus. Drinnen gibt es eine Zahnarztpraxis von 1880 mit Bohrer, Zangen und Spritzen. Da siehst du die unangenehmeren Seiten der Vergangenheit. Eine Amberger Fabrik, die Gebrüder Baumann, stellte Emailgeschirr her und verkaufte es in die ganze Welt, vom Kochtopf bis zum Nachttopf. Und ein Amberger hat ein bekanntes Brettspiel erfunden: Josef Friedrich Schmidt, „Mensch ärgere Dich nicht“. Hast du es schon einmal gespielt?

Quellen

Koordinaten: 49.443838888, 11.859408333 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.