Stadtohr

Stadtrundgang Amberg · Station 13 von 16

Stadttheater Amberg

· theater, klosterkirche, klassizismus, kultur

Ausführlich

Sie stehen vor dem Stadttheater Amberg, einem Mehrsparten-Gastspieltheater. Dieses Haus ist ein Theater in einer Kirche. Es war die gotische Klosterkirche der Franziskaner. Nach der Säkularisation des Franziskanerklosters baute man 1803 in ihre Gemäuer ein klassizistisches Rangtheater ein. 1846 und 1847 sowie 1862 und 1863 wurde es mehrfach umgestaltet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier bis 1953 wieder mit einem eigenen Ensemble gespielt. Dann kam ein Gutachten der Bayerischen Versicherungskammer, und wegen Brandgefahr musste das Theater schließen. Fünfundzwanzig Jahre lang diente der Saal des Kolpinghauses St. Josef, des Josefshauses, als provisorische Spielstätte des nun auf Tourneetheater beruhenden Betriebs. Das Gebäude sollte verkauft werden. Das verhinderte ein Gutachten, unter anderem des Denkmalamtes. Es erklärte das Stadttheater für unbedingt erhaltenswert. Nach Umbauten, bei denen Zuschauerraum und Bühne um 180 Grad gedreht wurden, eröffnete das Haus am 12. Oktober 1978 als Gastspieltheater wieder. 2002 und 2003 wurde erneut renoviert: Das Hauptlichtstellwerk wurde erneuert, das Tonnengewölbe saniert. Seit 1994 besteht eine Kooperation mit der Konzertdirektion Landgraf. Sie gestaltet den gesamten Spielplan mit rund 40 Vorstellungen in den Sparten Schauspiel, Musik- und Tanztheater. In der Saison von September bis Mai laufen etwa 20 Produktionen mit je zwei Vorstellungen, darunter etwa zehn Schauspiele. So wurden auch bemerkenswerte Premieren möglich, 1998 die Uraufführung des Musicals Mahalia mit Joan Orleans, 2009 die deutsche Erstaufführung von David Lindsay-Abaires Die entfernte Stimme mit Susanne Uhlen und Carsten Klemm. Der Tourneebetrieb brachte auch Film- und Fernsehschauspieler nach Amberg, darunter Doris Kunstmann, Ilja Richter, Désirée Nick, Markus Majowski und Rufus Beck. Noch ein Ereignis des Jahres 2009: Bei der 975-Jahr-Feier der Stadt wurde in diesem Theater das Musical über das Eh’häusl uraufgeführt. Daneben gestaltet das Kulturreferat der Stadt hier eine Konzertreihe mit Abo-, Studio- und Sonderkonzerten.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Stadttheater. 1803 wurde in die gotische Klosterkirche der Franziskaner ein klassizistisches Rangtheater eingebaut. Bis 1953 spielte hier ein eigenes Ensemble, dann musste das Haus wegen Brandgefahr schließen. Am 12. Oktober 1978 wurde es als Gastspieltheater wiedereröffnet.

Für Kinder

Dieses Theater war früher eine Kirche. Die Franziskaner, das waren Mönche, hatten hier ein Kloster. 1803 baute man in die Kirche ein Theater ein. Später musste es wegen Brandgefahr schließen. Dann sollte das Haus verkauft werden. Aber ein Gutachten sagte, es sei unbedingt erhaltenswert. Beim Umbau wurden Zuschauerraum und Bühne um 180 Grad gedreht, also genau andersherum. Und hier wurde ein Musical über das Eh’häusl uraufgeführt, gesungen von 150 Schülern. Warst du schon einmal in einem Theater? Was hast du gesehen?

Quellen

Koordinaten: 49.445692068, 11.854040315 · auf der Karte

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